Fluch oder Segen? Ackerschachtelhalm im Beet

Man lernt nie aus. So treffen wir hier nicht nur auf Vögel, die wir bisher nicht kannten, sondern auch auf unbekanntes Unkraut. Eins davon hat inzwischen einen Namen: Ackerschachtelhalm.

Plötzlich waren sie da, handhohe Triebspitzen, die aussahen wie kleine Koniferen. Schnell stellten wir fest: Es sind keine Lebensbäume. Es hat schier unendlich tiefe Wurzeln, die natürlich sofort abbrechen, wenn man sie nur schief ansieht. Sieht man ein kleines Minibäumchen, verstecken sich garantiert noch fünf andere unter der Erde. Und es ist sehr, sehr ausdauernd. Einfach Kopf abschneiden und hoffen, dass es eingeht, bringt nicht viel. Nachdem nun der Name herausgefunden war, stellte sich die Frage: Was nun? Geht das von alleine weg, ist es vielleicht sogar nützlich? Und wenn nicht, wie werde ich es los? Denn natürlich wächst es liebend gern direkt an den Nutzpflanzen.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm als Heilkraut

Die gute Nachricht: Ackerschachtelhalm (oder: Zinnkraut, Katzenwedel, Fuchsschweif und Scheuergras) kann durchaus Verwendung im Haushalt und der Heilpraxis finden. Der Name Zinnkraut verweist schon darauf, dass sich die Pflanze zum Polieren von Zinngegenständen eignet. In sofern man solche besitzt.

Außerdem enthält Ackerschachtelhalm viel Kieselsäure und Mineralstoffe. Diese sind besonders für die Haut und die Schleimhäute von positiver Wirkung. Besonders einfach ist die Zubereitung als Tee. Bei Entzündungen im Mund und den Nebenhöhlen, Halsschmerzen und Husten soll es helfen, mit dem Tee zu gurgeln. Auch Sodbrennen soll der Tee vorbeugen. Der Tee angewandt als Umschläge oder für Bäder sowie Cremes aus Ackerschachtelhalm sind eine Wohltat für trockene Haut. Die Kieselsäure wirkt als Haarspülung brüchigen Haaren entgegen. So weit die gute Nachricht.

Ackerschachtelhalm im Garten beseitigen

Die schlechte Nachricht: Man wird es praktisch nicht los. Ackerschachtelhalm wächst gerne auf verdichteten Böden, die lehmig bis staunass sind. Hurra, das ist ja schon mal eine tolle Aussage zum Garten. Doch, wen wundert es? Unsere Erde stammt von einem Acker und da wächst der Ackerschachtelhalm nunmal gerne. Daher der Name, nicht wahr? Vorbeugend ist also eine gute und vor allem tiefe Bodenbearbeitung wichtig.  Ist er einmal da, wird es schon schwerer. Wo man kann, sollte man ihn so tief wie möglich ausgraben und wirklich alle Wurzelreste entfernen. Auch Gründüngung wie Lupine kann helfen, die Verdichtung des Bodens aufzulockern und dem Ackerschachtelhalm so die Lebensgrundlage zu entziehen. Die Pflanzen werden dann zusehends schwächer. Regelmäßiges Abhacken bzw. Entfernen der Triebspitzen tut sein Übriges.

Was nicht hilft: Das Abdecken mit Folie oder Vlies ist leider erfolglos. Auch den Freunden der Chemie-Keule sei gesagt: Es bringt nichts. Ackerschachtelhalm wurzelt extrem tief und solange der Boden verdichtet und nass ist, regeneriert sich die Pflanze immer wieder. Da nützt auch keine Chemie etwas.

Keine gute Prognose also. Dieses Jahr wächst bei uns eh alles nur sehr langsam und mühselig. Da, wo endlich was wächst, steht der Ackerschachtelhalm dazwischen. Umgraben fällt da also flach. Dort schneiden wir die Triebspitzen regelmäßig ab und sammeln sie zum Trocknen. Einen Teil des Gartens haben wir bereits mit Lupine eingestreut. Sobald das Wenige abgeerntet ist, wird wohl auch dort Gründüngung eingesät.

Habt ihr Erfahrungen mit Ackerschachtelhalm? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis er weg war?

Eure Majura

Geniales Gerät: Die Pendelhacke

Bei einigen Gartengeräten kann ich nicht nachvollziehen, weshalb sie auf dem deutschen Markt nicht weiter verbreitet sind. Das ging mir bei der Erdballenpresse schon so und nun erleben wir es wieder bei der Pendelhacke (engl.: stirrup hoe).

Wieso hat die uns niemand vorher gezeigt? Wir lieben sie! Es ist keine klassische Hacke im eigentlichen Sinne. Man hackt damit nicht die Erde, sondern zieht sie quasi durch die Erde. Das geniale: Sie funktioniert in beide Richtungen. Man kann also ziehen und schieben. Das Blatt ist scharf, so dass die Pendelhacke mühelos alles Unkraut köpft. Dabei gleitet sie fast schon durch die Erde. Es ist ein wirklich sehr bequemes und Kraft schonendes Arbeiten. Dabei lockert die Hacke den Boden auf und lässt nur feinkrümelige Erde zurück. Ritsch ratsch – zack ist man durch die Beete. Ich kann mich nur wiederholen: Wir lieben sie!

Wir haben lediglich die Quecke-Nester ausgehoben, den Rest des wuchsfreudigen Beikrauts haben wir mit der Pendelhacke erledigt. Es geht so schnell und einfach! Dieses Gerät ist absolut zu empfehlen :) Wir haben unsere über amazon gekauft und beißen uns gerade in den Ar***. Für die Hälfte des Geldes gibt es sie bei Hartmann-Brockhaus. Eine Investition, die unserer Meinung nach auf jeden Fall lohnt.

Eure Majura

Bild: http://www.hartmann-brockhaus.de/detail/Alba-Pendelhacke

Der Stieglitz – Darum ist Löwenzahn so wichtig

Wer gestern auf unserer Facebook-Seite vorbeigesehen hat, weiß, dass wir gefiederten Besuch hatten: einen Stieglitz. Er saß im Löwenzahn. Nun habe ich mich gefragt: Was macht er da? Außerdem wollte ich mehr über diesen Vogel in Erfahrung bringen.

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Stieglitz im Löwenzahn bei der Lindwurmfeste

Klar war für mich: Es muss sich um eine Finkenart handeln. Das erkennt man ganz gut am Schnabel. Tatsächlich wird der Stieglitz auch Distelfink genannt. Er ernährt sich hauptsächlich von Sämereien von Bäumen, Stauden und Wiesenpflanzen.  Darum saß er also im Löwenzahn! Er hat nicht etwa Nistmaterial gesammelt, sondern er frisst die Samen, die Pusteblumen! Löwenzahn dient damit nicht nur als Heilpflanze bei Verdauungsbeschwerden, sondern ist auch ein wichtiger Bestandteil für die Ernährung von Tieren. Man sollte sich also zweimal überlegen, ob man die hübsche Pflanze als Unkraut entfernt, oder ihr zumindest einen kleinen Bereich seines Gartens überlässt.

Am liebsten mag der Stieglitz aber Disteln, daher auch der Name Distelfink. Doch er frisst nicht nur Sämereien, sondern auch kleine Insekten. Hier kommt er als Gartenhelfer ins Spiel, denn er vertilgt auch Blattläuse.

Gut zu erkennen ist er an seiner roten Gesichtszeichnung auf dem sonst weißen Kopf und Halsbereich mit schwarzem Nacken und Oberkopf. Auch die gelbe Binde an seinen Flügeln ist kennzeichnend. Er hat einen braunen Rücken und auch die Unterseite ist bräunlich in Höhe von Brust und Flanken, sonst gelblich. Wie die meisten Finken hat er einen sehr kurzen Hals und dünne Füße. Mit 12cm bis 13cm Länge muss man manchmal schon genauer hinsehen, wenn man ihn entdecken möchte.

In Deutschland ist der Stieglitz zumeist ganzjährig zu finden. Dabei bevorzugt er offene und baumreiche Gebiete. So bewohnt er gerne Streuobstwiesen, Wildkrautflächen, Waldränder, Heckenlandschaften und Flussufer. Einzeln stehende Bäume und Samen tragende Pflanzen stellen dabei das Hauptkriterium seines Lebensraumes dar.

Auf Bäumen und in hohen Sträuchern errichtet der Stieglitz Mitte April auch sein Nest. 12-14 Tage bebrütet das Weibchen dann in der Regel fünf Eier und wird vom Männchen in dieser Zeit mit Nahrung versorgt. Die Nestlinge schlüpfen nackt und blind. Mit ca. 30 Tagen sind sie selbstständig. Das Weibchen beginnt schon während der Zeit des Heranwachsens der Jungvögel mit dem Bau eines weiteren Nestes für die zweite Brut.

Stieglitze leben oft in kleinen Gruppen zusammen und gehen auch gemeinsam auf Nahrungssuche. Sie sind tagaktiv und verlassen ihren Schlafast mit Tagesbeginn. Ihre Lebenserwartung beträgt 8-9 Jahre in freier Wildbahn.

Besonders interessant ist die Mythologie im Zusammenhang mit dem Stieglitz. So galt er im Mittelalter als Talisman gegen die Pest. In der christlichen Symbolik ist er ein Zeichen für den Leidensweg Jesu und findet sich so in zahlreichen Bildnissen. Auch seine Färbung gab Grund zum Rätseln auf. Wikipedia kennt diese Sage:

Als Gott allen Vögeln ihre Farben gab, blieb der Stieglitz bescheiden in der hintersten Ecke sitzen. Schließlich kam er als Letzter zu Gott, der keine Farbe mehr hatte. Da suchte Gott aus jedem Topf noch einen kleinen Tupfer: So kamen der rote Schnabelgrund, der schwarze Scheitel, die schwarzen Flügel und der Schwanz zustande, die gelbe Binde über den Flügeln, die weißen Tupfen an Kopf, Flügeln und Schwanz, der lichtbraune Rücken und die gelbweiße Unterseite.

Alles in allem also ein sehr interessanter Zeitgenosse. Also haltet die Augen auf, beobachtet die Natur um euch herum und hört nie auf, Fragen zu stellen :)

Eure Majura

Bilder: pixabay.de

Erdbeersorten

Ein neuer Garten bietet viele Möglichkeiten. Man kann die Sorten mehrjähriger Pflanzen von Anfang an selbst bestimmen. Aber wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Es gibt über 1000 Erdbeersorten! Es gibt frühe, mittelspäte und spät reifende Sorten, alte Traditionssorten, immer tragende Monatserdbeeren, Walderdbeeren, Klettererdbeeren, hängende Erdbeeren, Erdbeeren mit Nicht-Erdbeer-Aroma…Sie unterscheiden sich in Größe, Farbe, Geschmack, Erntezeit und Erntedauer. Da die richtige zu finden, ist gar nicht so einfach.

Wir haben euch hier eine kleine, nicht vollständige Übersicht zusammengestellt:

  • Frühe Ernte: Danna, Lambada, Honeoye, Daroyale, Osterfee
  • Mittelspäte Ernte: Senga Sengana, Polka, Korona, Sonata
  • Späte Ernte: Symphony, Pandora, Nerid, Salsa
  • Traditionssorten: Mieze Schindler, Königin Luise, Herzbergs Triumph
    (Achtung: Mieze Schindler braucht eine zusätzliche Befruchtersorte!)
  • Monatserdbeeren: Amandine, Ostara, Merosa, Wädenswil
  • Walderdbeeren: Waldkönigin, Rubra, Alexandria, Pink Panda, Alpine Yellow.

Da kann man schon mal leicht überfordert sein. Nicht zuletzt entscheidet auch die Verfügbarkeit darüber, welche Sorten es in den Garten schaffen.

Wir haben uns für mehrere Sorten entschieden, die uns im besten Falle eine lange Erdbeerzeit bescheren:

  • Mieze Schindler: Wohl eine der bekanntesten Sorten überhaupt. Die Erdbeeren sind verhältnismäßig klein, aber sehr süß. Allerdings ist sie natürlich nicht so ertragreich wie moderne Sorten. Auch ist sie nur schlecht lagerfähig. Also sofort vernaschen! Diese Sorte kann sich nicht selbst befruchten, braucht also noch eine weitere Sorte.
  • Honeoye: Sie soll sehr reich tragend sein, zum Teil soll auch eine zweite Ernte möglich sein. Die dunkelroten Früchte sind leicht sauer, weswegen sie eher zur Marmelade denn zum sofortigen Verzehr geeignet sind.
  • Senga Sengana: Angeblich DIE Sorte schlechthin für den Kleingärtner mit großen und geschmackvollen Früchten, die sich besonders für Kuchen und Marmeladen eignen.
  • Ostara: Sie soll zum Naschen bestens geeignet sein. Na da ist sie bei mir doch genau richtig! Als Monatserdbeere verspricht sie eine regelmäßige Versorgung mit den begehrten Früchten.
  • Sorte unbekannt: Auf dem Nieheimer Pflanzenmarkt haben wir noch eine weitere Sorte Erdbeeren erstanden, noch von Oma. Tendenziell also eine Traditionssorte. Leider war der Name nicht bekannt. Von der Erscheinungsform her handelt es sich vermutlich nicht um Mieze Schindler.

Also einmal Querbeet ;) Wir werden sehen, welche Sorten unser Herz und unseren Gaumen erobern werden.

Welche Sorten habt ihr denn? Mit welchen habt ihr gute, mit welchen weniger gute Erfahrungen gemacht? Schreibt es uns in die Kommentare, wir freuen uns :)

Eure Majura

Bild: pixabay.de

Es geht los!

Endlich ist es soweit! Die ersten Samen schlummern in der Erde und so mancher ist schon erwacht. Zartes Grün schiebt sich vorsichtig durch die Erdoberfläche und reckt sich der Sonne entgegen. Was für ein herrlicher Anblick! Wie haben wir das vermisst.

Tomaten und Mais sind die ersten, die schon zu stattlichen kleinen Pflanzen geworden sind. Die Mairüben waren sogar etwas zu schnell. Sie sind leider schon so hoch gewachsen, dass sie nun umzukippen drohen. Der Platz im Fensterbrett ist nicht so günstig gelegen. Wir müssen einen besseren finden.

Da nach langem Warten auch der Frühling Einzug gehalten hat, ist die Anzuchtsstation nun nach draußen gezogen. Nachts werden sie noch mit einem Flies geschützt.

Ebenso die Erdbeeren. Die wohnen schon im Beet. Sie kuscheln sich in ihre Senke, bilden fleißig neue Blätter und bleiben hoffentlich am Leben. Frost gibt es zwar keinen mehr, aber nachts wird es doch noch recht kühl. Und der ewige Regen…sie werden es schon schaffen.

Nun heißt es: gespannt warten, welche kleine Pflanze sich als nächste zeigt. Es ist immer wieder ein kleines Wunder :)

Eure Majura

Geniales Gerät: Die Erdballenpresse

Jeden Frühling geht es los: Das panische Zusammensuchen von Joghurtbechern, Anzuchtsschalen verschiedener Varianten und Töpfen. Denn irgendwo müssen sie ja hin, die tausend kleinen Samen, damit sie zu stattlichen Jungpflanzen heranwachsen können.

Das ist eine Menge Zeug und eine Menge Plastik. Lange schon liebäugeln wir daher mit einem Gerät der besonderen Art: der Erdballenpresse (oder soil block maker). Klingt groß, ist aber klein. Es ist ein Metallgerät, das zumeist mehrere Kammern hat: die späteren Erdballen bzw. Anzuchttöpfchen. Einfach Erde reinfüllen, Hebel drücken, zack: Schon hat man ein paar der kleinen Erdballen. Kein Plastik, keine tausend Töpfe, die nach der Anzuchtszeit irgendwo verstaut werden müssen. Nur ein kleines Gerät.

Und es funktioniert! Wir haben festgestellt, dass die Erde relativ feucht sein sollte, damit sie nach dem Pressen auch zusammenhält und nicht gleich wieder auseinanderfällt. Unsere Presse hat vier Kammern und ist mit kleinen Aufsätzen bestückt, die gleich ein kleines Loch in die Erde stanzen. Dort hinein kommen die Samen. Erde drauf, gut. Mit größeren Samen wie von Kürbis oder Zucchini sind sie etwas klein, aber es gibt auch verschiedene Aufsätze und Größen, oder man hilft etwas nach. Auch nach einigen Tagen behalten die Blöcke bisher ihre Form, Gießen hat nicht geschadet.

Erdballen/ soil blocks

Erdballen/ soil blocks

Leider haben wir bis dato vergeblich im Einzelhandel nach einem solchen Gerät gesucht und es darum schlussendlich online bestellt beim Bioland Hof Jeebel. Dort gibt es auch einige andere Geräte, die man sonst nur schwer bekommt (nein, wir bekommen kein Geld dafür).
Man kann sie natürlich auch selber machen, z.B. aus stabilen Pappröhren.

Fazit: Wir sind sehr zufrieden und pressen fröhlich Erdballen ;)

Eure Majura

Das große Buddeln hat begonnen

Im schönsten Aprilwetter hat das große Buddeln begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein schneit es wie verrückt. Das geht wirklich nur im April. Zwischendurch weicht die Eiseskälte immer mal wieder und es wird wärmer. Zeit, die Grabegabel in die Hand zu nehmen!

Gut 300m² verdichtete Erde muss gelockert werden. Eine ebene Fläche möchte sie auch noch werden. Vieeeeel Arbeit. Die Lindwurmfesten hatten bisher maximal die Hälfte an Beetfläche und wie viele Tage haben wir da zugebracht, um Beete zu formen! Zugegebener Maßen war da aber viel queckedurchsetzter Rasen, der erst Beet werden wollte. Die Erde hier stammt von Feldern. Zum Teil findet sich auch mal eine kleine Quecke, aber längst nicht in den bisher erlebten Ausmaßen.

Lehmig ist sie, die Erde und erinnert an Kindertage, als wir durch die Büsche krauchten, um aus stark lehmhaltiger Erde Figuren zu formen und in der Sonne „brennen“ zu lassen. Huch, da war doch ein kurzes Lächeln. Sooo krass ist die Erde hier nicht, jedenfalls zum Großteil.

Der Anfang ist gemacht. Die Lindwurmfeste geht in die vierte Runde :)

Eure Majura

Ich habe leider keine Karte für dich

Stolz wie Bolle auf unsere kostenlos ergatterten Hartriegel-Stecklinge, berichteten wir unserem Vermieter von unserem genialen Plan der Hangbegrünung. Doch der schlug nur die Hände über dem Kopf zusammen.

„Sind Sie des Wahnsinns? Der ist wie Unkraut! Der wächst wie wild in alle Richtungen…aber er wächst eben auch wie wild in alle Richtungen.“ Nein, seine Erfahrungen mit Hartriegel waren keine positiven. Er verbreitet sich ungewollt und ist kaum im Zaum zu halten. Schneidet man ihn ab, bildet er Wurzelausläufer aus und produziert zu allem Übel auch noch mehr neue Triebe als man abgeschnitten hat.

Was tun, wenn der Hartriegel schon seine Weltherrschaft anstrebt und sich ausgebreitet hat? Hier findet ihr Tipps, wie man seiner Herr wird:
https://www.baumpflegeportal.de/ihre-fragen/was-tun-gegen-hartriegel/

Wir müssen uns nun eine andere Pflanze für die Hangsicherung suchen. Wilde Erdbeeren stehen bei uns gerade hoch im Kurs. Lavendel wurde auch vorgeschlagen, aber der ist ja so sündhaft teuer. Habt ihr eine Idee?

Majura

Bildquelle: pixabay.de

Hartriegel vermehren

Heute konnten wir die Beete ausmessen und haben uns gleich an die Planung gemacht. Für einen kleinen Hang zum Nachbarn wurde vom Vermieter etwas Hübsches gewünscht. Na das bekommen wir doch hin!

Seit Jahren bewundere ich Roten Hartriegel (Cornus sanguinea). Auf dem Weg zur alten Lindwurmfeste kamen wir an einem riesigen Exemplar vorbei und schon oft habe ich die tiefroten Austriebe bewundert. Daher haben wir uns dazu entschlossen, eben jenen Roten Hartriegel an den Hang zu setzen.

Auf unserer Schlendertour durch den Baumarkt haben wir uns natürlich auch in der Pflanzenabteilung umgesehen und festgestellt, dass so ein kleiner Strauch rund 15€ kostet. Da kommt schnell ein Hunderter zusammen.

Also haben wir uns schlau gemacht.

So vermehrt man Hartriegel:

Hartriegel wird durch das Ziehen aus Stecklingen vermehrt. Es gibt verschiedene Angaben darüber, wann das geschieht: Entweder im Spätwinter, wenn man die Triebe besonders gut sieht und den Strauch sowieso zurückschneidet oder im späten Frühjahr.

Geschnitten werden am besten die einjährigen Triebe aus dem Stockholz, sozusagen an der Strauchquelle.

Die Triebe werden dann mit einer scharfen Gartenschere in etwa 15cm lange Steckhölzer gekürzt. Dazu schneidet man unter einem Knospenpaar ab.

Mit den Knospen nach oben werden die Hölzer dann so tief in die Erde gesteckt, dass nur wenige Zentimeter herausschauen. Die Erde sollte locker und humusreich sein.

Nun haben wir aber keine Pflanzen, von denen wir es abschneiden könnten. Doch, tada! Rund um unser Domizil wurden scheinbar vor Kurzem Hartriegelsträuche geschnitten und das Holz einfach liegen gelassen. Wir werden nun einige dieser Stöcker sammeln, entsprechend unter den Knospen abschneiden und ins Wasser stellen. Eigentlich sollen sie natürlich in die Erde, aber da wir im Moment weder Töpfe noch Erde haben…mal sehen. Vielleicht haben wir damit Erfolg und eine Menge Geld gespart. Wäre ja wunderbar :)

Habt ihr schon mal Hartriegel vermehrt? Wie lange braucht er denn, bis er ein kleiner Strauch wird?

Eure Majura

Bildquelle: pixabay.de

Neue (Wander-)Wege

Vor Kurzem sind wir nun in der neuen Heimat angekommen: OWL.
Das Wochenende haben wir genutzt, um die Umgebung zu erkunden.

In Paderborn haben wir glasklares Quellwasser bestaunt und uns in einen riesigen Wochenmarkt verliebt, der um den Dom herum in kleinen Schluchten aufgebaut war.

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Auf dem Weg ins Umland begegnete uns dann dieses Bauwerk:

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 Eine riesige Schubkarre, mitten auf einem Feld! Vielleicht Werbung für die bevorstehende Landesgartenschau?

Außerdem führte uns unsere Entdeckungreise auf den Holsterturm. Holla! Wir waren wirklich schon länger nicht mehr wandern. Die Wege waren schön breit und gut zu laufen. Nicht voller großer Stolpersteine wie in Thale. Aber der Anstieg! Da waren wir ganz schön am Schnaufen. Belohnt wurden wir aber mit einem wundervollen Ausblick über die umliegenden Dörfer.

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Bald startet auch die Gartensaison für uns. Wir nutzen die freie Zeit bis dahin und wandern ein bisschen durch die Gegend :)

Feenring im Park

Klassischer Weise sind Feenringe eigentlich Pilze (bzw. deren Fruchtkörper), die einen Kreis bilden. Es heißt, sie sind ein Versammlungsort von Feen (oder Hexen), deren Betreten strengstens verboten ist. Ob dieser Feenring natürlich so gewachsen ist oder von Menschen angelegt wurde, weiß ich nicht. Aber schön ist er allemal.

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Abschied nehmen

Langsam wird es Ernst. Bei schönstem Frühlingswetter haben wir unsere sieben Sachen gepackt. Sehr viel mehr sind es wirklich nicht. Zwei Kartons sind halb hoch gefüllt, dazu eine Hand voll Gerätestiele. Das ist die Lindwurmfeste.

Im Schuppen haben es irgendwie ein paar Narzissen geschafft, sich den spärlichen Sonnenstrahlen entgegen zu recken. Noch ganz zaghaft sieht man nur das erste Grün. Sie haben nun einen Platz draußen bekommen. Dort ist es etwas kälter, aber dafür scheint die Sonne nicht nur durchs Dach.

Schwer fällt er, der Abschied. Viel Zeit, Arbeit und Herzblut ist in diesen Garten geflossen. Auch wenn wir ahnten, dass es nicht für immer sein wird. Ein paar kleine Handgriffe lassen wir uns doch nicht nehmen. Auf dass wir uns bald wiedersehen.

Auf ein Neues!

Danke, danke, danke!

Nachdem ich gestern früh voller Schrecken realisierte, dass es sich um Freitag, den 13. handelte, war meine Laune im Keller. Es war schon nicht sicher, ob wir den Termin auf Grund der Unwetterwarnungen überhaupt wahrnehmen können würden.
Doch schon bald wurde klar, dass dies ein besonderer Tag werden würde.

In der Schule lief es gut und schon bald erreichten mich viele gute Nachrichten von Freunden, die jetzt schon ihre Stelle im Schuldienst sicher haben.
Dann machten wir uns auf den Weg. Ja, es hatte geschneit. Aber die Straßen waren alle in einem passablen Zustand, so dass wir uns langsam, aber sicher, unseren Weg in die baldige, neue Heimat gebahnt haben.


Ich darf euch nun verraten, wo es hingeht: Trommelwirbel!
Nach Ostwestfalen-Lippe, in einen wunderbaren, kleinen Ort in der Nähe von Paderborn. Dank des immensen Engagements einiger Bewohner sprudelt es dort gerade zu vor Leben. An jeder Straßenecke versteckt sich eine neue Idee, die gefunden und zum Leben erweckt werden will. Es ist einfach herrlich!
Für uns bedeutet das: ein eigenes Haus, für uns ganz alleine, mit viel Platz für allerlei Lindwurmfesterei und einer tollen Nachbarschaft.
Wir sind überglücklich! Schon gestern haben wir uns sehr willkommen gefühlt. Viele wunderbare Möglichkeiten wurden uns eröffnet. So viele, dass wir nun erstmal darüber nachdenken wollen, worauf wir den Fokus setzen wollen. Es ist wirklich schwer, unsere Freude in Worte zu fassen. Wir bekommen die Chance, unsere Träume auszuleben! Was kann es Schöneres geben?

Voller Dankbarkeit und Freude
Eure Lindwurmfestler

Der Blog zieht um

Meine Lieben,

wie ihr letztes mal erfahren habt, bin ich bei WordPress nicht mehr wirklich glücklich. Aus diesem Grund ist der Blog umgezogen. Ihr findet uns jetzt aktuell hier:

http://lindwurmfeste.blogspot.de/

Ich hoffe auf euer Verständnis für die Unannehmlichkeiten.

Liebe Grüße,

Majura

Wachstumsstörungen

Nach längerer Pause mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Leider bin ich mit der Art, wie man bei WordPress Fotos hochlädt, so gar nicht zufrieden und das vermiest mir leider immer etwas die Lust aufs Schreiben. Denn was ist ein Gartenblog ohne Fotos?

Natürlich hat sich trotzdem viel bei uns bewegt. Viele Pflanzenkinder durften die warme Stube schon verlassen und schnuppern Gartenluft. Allerdings will es dieses Jahr nicht so richtig…der Porree ist gaaaaanz dünn und wir wissen nicht, ob er es überhaupt schafft. Die Puffbohnen waren uns auch erfroren. Sie sind nachgewachsen, aber immer noch ziemlich klein. Und meine Ranunkeln, die ich direkt ins Beet gesät habe, lassen sich überhaupt nicht blicken.

Dafür blühen die Erdbeeren, als gäbe es kein Morgen. Ich habe sie offenbar doch nicht tot gepflegt. Wenn jede Blüte eine Erdbeere wird, dann bin ich auf Jahre versorgt. Naja. Vielleicht Monate. Erdbeeren sind einfach furchtbar lecker. Allerdings habe ich dieses Jahr Blattläuse an einer Erdbeerpflanze entdeckt. Ist das schlimm? Ruinieren sie die Pflanze? Kann ich sie mit Essig oder Seifenwasser behandeln oder schmecken dann die Erdbeeren nicht mehr?

Langsam überlege ich sowieso statt der Blattläuse unsere mindestens 10 Ameisenvölker in die Schranken zu weisen. Wie, weiß ich auch noch nicht. Ich mag sie ja nicht töten. Aber sie sind überall und schleppen mir auf jede Pflanze diese Blattläuse. Die Puffbohnen sind auch schon wieder mehr schwarz als grün.

Die Kohlrabis haben wir dieses Jahr unter Hütchen gesetzt. Unser Gartennachbar hat sie uns überlassen. So sind sie vor Schnecke sicher, bis sie etwas größer sind. Wobei wir kaum Nacktschnecken haben. Am Salat haben wir bisher überhaupt keinen Fraßschaden. Das ist wirklich überraschend. Liegt es vielleicht daran, dass er sich selbst ausgesät hat und deswegen stärker ist als vorgezogene Pflanzen?

Liebe Grüße,

Majura