Der Albtraum: Quecken und Fingerkraut

Dank meiner Mama weiß ich jetzt, was uns das Umgraben so schwer macht: Quecken und kriechendes Fingerkraut. Was das ist und wie man es los wird, zeigt euch dieser Artikel.

Quecke

Quecke ist so ziemlich der Albtraum des Gärtners. Sie gehört zur Familie der Süßgräser. Was an ihnen so ärgerlich ist, sind ihre Wurzeln. Sie sind sehr lang und an jedem Knoten können sie neu wurzeln, d.h. es kann auch aus kleinen Wurzelteilstücken eine neue Pflanze entstehen. Damit haben wir den Salat. Jede kleine Wurzel, die im Boden verbleibt, ist eine neue Pflanze. Das macht sie so zum Ärgernis. Gut erkennen kann man die Quecke an ihren weißen Wurzeln, denn gerade in Gärten wie unserem kann man sie oberirdisch gerne mal übersehen.

Quecke

QueckeWurzelgeflecht der Quecke

Es hilft leider nichts weiter als Gründlichkeit gegen diese Pflanze. Unter einer Abdeckung können sie auch mehrere Jahre ausharren und durch Umgraben zertrennt man die Wurzeln in viele Teilstücke, die das Ausmaß der Verbeitung zur Katastrophe machen. Man kann wirklich nur mit einer Handschaufel den Wurzeln hinterhergraben, ganz vorsichtig, damit man die feinen Wurzeln nicht durchtrennt. Und es muss alles raus, sonst wachsen neue Pflanzen daraus. Eine nie enden wollende Arbeit.
Darüber wollen wir aber nicht vergessen, dass die Quecke als Pionierpflanze eine wichtige Aufgabe hat. Sie hält den Boden, vor allem den sandigen, dort zusammen, wo noch keine anderen Pflanzen wurzeln. Zudem dient sie vielen Tieren als Futtermittel und wird auch als solches angebaut. Quecke kann man übrigens auch selber essen! Es soll süßlich im Geschmack sein und die Wurzeln können zu Mehl verarbeitet werden. Vielleicht probiere ich das mal aus. Dann haben sie wenigstens einen Sinn :)

Kriechendes Fingerkraut

Kriechendes Fingerkraut oder auch Kriechender Gänserich gehört zu den Rosengewächsen. Es ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Es bildet eine dünne Pfahlwurzel. Die bricht natürlich sehr gerne ab, wenn man versucht, sie raus zu ziehen. Die Ausläufer sind kriechender Natur, die bis zu einem Meter lang werden können und an jedem Knoten bewurzelt sind.  Den Namen hat das Kraut von seinen fünfzählig gefingerten Blättern. Juni bis August blüht es gelb. Besonders  feuchte Böden (wie unseren), Straßenböschungen und Ufer liebt es.

Fingerkraut

kriechendes Fingerkraut

Leider hilft auch hier nur mühsames und gründliches Entfernen aller Wurzeln, wie bei der Quecke. Keine guten Nachrichten :( Oder man nimmt Chemie, wenn man das denn möchte. Ich möchte das nicht, werde also brav weiter zupfen. Wenn ich es so blühend sehe, sieht es auch ganz hübsch aus. Nur auf den Beeten eben nicht.

Summa summarum also keinen guten Nachrichten. Man hat mal wieder die Wahl zwischen Pest und Cholera: Chemie oder jahrelanges, fitzeliges Raussuchen der Wurzeln.

Liebe Grüße aus der Lindwurmfeste,
Majura, Rhi und Marii

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s