Fruchtfolge

Das große Geheimnis der Gartenkultur?
„Fruchtwechsel“ heißt es nur.
– Gärtner Pötschke

Schon viele, viele Jahrhunderte und auch Jahrtausende wissen die Menschen, wie man eine reiche Ernte einfährt und dabei den Boden optimal nutzt. Im Geschichtsunterricht nannten wir es „Dreifelder-Wirtschaft“. Leider haben die Großbauern heute dieses Prinzip oft vergessen.

Fruchtfolge oder auch Fruchtwechsel soll die einseitige Auslaugung des Bodens verhindern. Jede Pflanze hat ihre speziellen Bedürfnisse, die sie aus dem Boden zieht. Steht eine Pflanzenart stets am selben Ort, werden die benötigen Nährstoffe bald aufgezehrt sein. Die Pflanzen haben schlicht nicht genug zu essen.

Nicht zu verachten ist auch, dass Schädlinge oft sehr spezialisiert sind. Warten sie im Boden auf die nächste Generation Möhren, gucken sie doof, wenn da plötzlich Erbsen stehen.

Außerdem erleichtert es die Wissenschaft des richtigen Düngens. Frischer Mist darf nicht mit Kalk zusammen. Durch die Fruchtfolge kann das nicht passieren. Auch bestimmte Pflanzen vertragen keinen frischen Mist. Hält man sich an den Fruchtwechsel, besteht da keine Gefahr.

Die Bepflanzung sieht wie folgt aus:

Im ersten Jahr setzt man Starkzehrer. Dazu zählen Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Blumenkohl, Tomate, Gurke, Kartoffel, Kürbis, Mais und Zucchini. Die bekommen auch vorher ordentlich Mist auf das Beet.

Im zweiten Jahr werden an dieser Stelle die Mittelzehrer angepflanzt. Also Spinat, Zwiebeln, Porree, Möhren, Salat, Kohlrabi, Knoblauch, Schwarzwurzel und Schnittlauch. Hier gibt es nur Kompost zu futtern.

Im dritten Jahr holen die Schwachzehrer die restlichen, verwertbaren Nährstoffe aus dem Boden. Dazu zählen Erbsen, Bohnen, Radies, Rettich, Kapuzinerkresse und Erdbeeren (Achtung! Die bleiben da ihre Zeit lang stehen und wandern nicht mit!).

Im vierten Jahr liegt das Beet brach. Für die, die das Wort „brach“ nicht mehr kennen: Es bedeutet, ein Beet nicht zu „beackern“. „Unkraut“ oder gezielt gepflanzte Gründüngung dürfen in diesem Jahr das Beet erobern und dem Boden Nährstoffe zurück geben, zum Beispiel Stickstoff. Will man diese „ungenutzte“ Fläche nicht, düngt man mit Kompost und Mist, damit die Starkzehrer nicht am Hungertuch nagen müssen.

Man teilt seine Anbaufläche demnach in drei oder vier Beete, deren Bewohner dann jedes Jahr rotieren.

Das ganze noch mal als Bild (hier gemopst):

Fruchtfolge

Wäre das also auch geklärt :)

Liebe Grüße,
Majura, Rhi und Marii (Marii ist ein Starkzehrer :P )

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