Ein glorreicher Kampf, neue Festungen, Lindwürmer und Ledermäuse

Ein arbeitsreicher Tag ist zu Ende. Vielen Dank an Rhis Eltern, die uns heute sehr tatkräftig unterstützt haben.

Es gab auch wieder schöne Mitbringsel: Pflanzen für die Rabatte, eine Hänge-Erdbeere und einen Handgrubber. Ich liebe diese Gardena-Kombistiele :D

Aber was haben wir denn heute alles geschafft? Mehr, als wir geplant hatten, auf jeden Fall.

Zuerst musste die Konifere dran glauben. Wirklich lebendig war sie eh nicht mehr. Außerdem sollen die Koniferen eh langsam alle aus der Gartenanlage verschwinden. Na da haben wir doch gleich mal den Anfang gemacht. Mit der Astschere sind wir ihr zu Leibe gerückt. Sie hat sich ganz gut gewehrt, aber letzten Endes musste sie kapitulieren. Auch die ein oder andere Wurzel war dann ein kleiner Kampf, aber was soll ich sagen. Gegen uns ist noch kein Kraut gewachsen. Allerdings ist der Tod eines Spatens zu verzeichnen. Er hat sein Opfer gebracht.

Koniferenschnitt

Da nun die olle Hecke weg ist – zack – mehr Beetfläche. Aber da war wieder ein Unrat drin, unfassbar.
Auf einer Seite der Hecke wuchsen erdbeerähnliche Pflanzen, die wir für Scheinerdbeeren hielten, weil sie zum Großteil doch recht winzig waren. Aber, gepriesen seien die Götter, es sind wirklich richtig echte Erdbeeren :) Die kräftigsten Pflanzen haben wir nun rausgesucht und ordentlich auf dem neu gewonnenem Platz verteilt. Einige Radieschen sind leider dem Sturz der Hecke zu Opfer gefallen. Hierbei handelte es sich aber meistens um eh fast gänzlich abgefressene Pflanzen. Also keine all zu großen Verluste.

Erdbeeren

Handwerklich haben wir uns heute nicht lumpen lassen. Die Unmengen an Steinplatten, die wir so im Laufe der Zeit ausgegraben haben, werden zu neuen Beeteinfassungen. Sie werden höher stehen als die alten, so dass uns die neue Erde nicht gleich weggespült wird.

Vor allem haben wir heute aber 3 Hochbeete geschaffen. Sie sind aus Latten mit Nut und Feder gebaut, in den Ecken jeweils von Kanthölzern gestützt. Diese praktischen Rückenschoner sind 1m breit , 2m lang und 1m hoch. Genau die richtige Höhe für mich :) Hier wird ein Teil der Grassoden den Unterbau für die frische Erde bieten. Die Hochbeete sind vor allem für Pflanzen gedacht, die Nässe nicht besonders gut vertragen. Auch die Kräuter werden hier ihren Standort haben. Die Bretter wurden heute von innen und außen mit Holzschutzlasur bestrichen. Der Boden wird noch mit einem Drahtgeflecht ausgekleidet. Das schützt die Pflanzen vor Wühlmäusen und ähnlichem. Wobei ich ja bezweifle, dass Wühlmäuse tauchen können. Schlechte Chancen in unserem Garten.
Die Seitenwände werden mit Folie bespannt, damit das Holz länger hält. Wir haben die Hochbeete auf Ytong gesetzt, damit die Feuchtigkeit aus der Erde nicht die untersten Bretter angreift.

Hochbeete im Bau

Endlich kann ich euch auch zeigen, warum unser Garten Lindwurmfeste heißt. Wir haben nämlich einen. So einen Lindwurm, mein ich. Kann sich ganz wunderbar zusammenkringeln:
Der Lindwurm

Außerdem ist es eine dezente Anspielung auf Hildegunst von Mythenmetz (übersetzt von Walter Moers). Selbiger ist ein Lindwurm, der natürlich auf der Lindwurmfeste wohnt. Wo sollen Lindwürmer auch sonst zu Hause sein. Lindwürmer sind von Natur aus dichterisch begabt und so steht einem jungen Lindwurm ein Dichtpate zur Seite. In diesem besonderen Fall war es Danzelot von Silbendrechsler. Jener wiederum war ein Gartenfreund und so veröffentlichte er sein Werk „Vom Gartengenuss“, das den zamonischen Garten im Laufe der Jahrzehnte beschreibt. Ein herrliches Zitat Danzelots (nachzulesen in „Die Stadt der träumenden Bücher“, Seite 14):

Nicht wenig verblüfft die Dressur des Blauen Blumenkohls. Da muß zur Abwechslung der Blütenstand herhalten und nicht der Blattwuchs. Der Blütendolde anerzieht der Gärtner die temporäre Fettsucht. Ihre zahllosen, zu einem kompakten Schirm zusammengedrängten Blumenknöspchen verfetten mitsamt ihren Stielen zu einer unförmlichen Masse von bläulichem Pflanzenspeck. Der Blumenkohl ist also eine vor dem Aufblühen in ihrem eigenen Fett verunglückte Blume, oder genauer gesagt: eine verunglückte Vielheit von Blumen, eine verkommene Rispendolde. Wie in aller Welt kann nun dieses Mastgeschöpf mit seinen zu Speck verquollenen Eierstöcken sich weiterpflanzen?

Ich persönlich habe Blumenkohl ja noch nie verstanden. Genau so wie Ledermäuse. Aber wer versteht schon Ledermäuse…?
In diesem Sinne,
Majura, Rhi und der Lindwurm

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