Wozu braucht man eigentlich Hochbeete und wie funktioniert das?

Diese Frage ist leicht zu beantworten. Dieses Schema sollte sich der geneigte Leser unbedingt merken. Ich verrate an dieser Stelle den streng geheimen Kniff, den nur Grundschullehrer kennen, die in Halle studiert haben:  Jemand stellt also eine Frage. Die simple Antwort: Das ist eine gute Frage. Was hast du dir denn dabei gedacht? Problem erledigt. Hilfe zur Selbsthilfe nennen wir das ;)

Und jetzt im Ernst.

Vorteile

Wie der Name „Hochbeet“ schon vermuten lässt, handelt es sich nicht um ebenerdige Beete. Es besteht aus einer wie auch immer gearteten Rahmenkonstruktion. Die kann man ganz wild selber bauen, als Kreis, Rechteck oder Achteck oder sonst was. Wie hoch man diesen Rahmen baut, bleibt einem selbst überlassen. Es bietet sich aber an, das Beet so hoch zu gestalten, dass man darin bequem im Stehen arbeiten kann. Das schont den Rücken unheimlich.

Ein weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit. Während man bei einem Flachbeet den Boden mit allerlei Dünger, Kalk und ähnlichem so aufbereiten muss, dass er den Anforderungen entspricht, kann man in das Hochbeet gleich die richtige Erde einbringen.

Die Höhe des Beetes macht nicht nur uns das Arbeiten leichter, sondern auch den Schnecken das Abfressen schwerer. Jedenfalls wird man deutlich weniger Fraßschäden haben als in einem Flachbeet und spart sich so gegebenenfalls den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, so man welche nutzen will.

Die erhöhte Lage der Pflanzen schützt sie auch vor Dreck von der Straße oder dem Weg und, nicht zu vergessen, Hundepipi. Wir haben ja nun selber so ein vierbeiniges Wuselvieh. Wenn der Hund beschließt, er muss jetzt, dann muss er jetzt. Man könnte ihn noch weiter schleifen. Das hätte aber nur zur Folge, dass sich der Urin breit verteilt. Hochbeete an einem angrenzenden Weg sind also gar nicht so dumm.

Außerdem ermöglicht es de Anbau auf nicht-erdigen Gebieten wie der Terrasse oder dem Balkon in individueller Größe.

Ein Hochbeet wird aber nicht nur einfach mit Erde gefüllt.

Bau eines Hochbeetes

  1. Man baut zuerst den Rahmen. Der kann aus altem oder neuem Holz sein, Metallgittern, Steinen…was sich eben findet.
  2. Bei Holz empfiehlt sich die Auskleidung mit Folie. Dadurch wird das Holz nicht so schnell feucht und hält länger. Es verhindert zudem Austrocknung und Verdunstung.
  3. Je nach Stellplatz ist es ratsam, ein Drahtgitter als Boden anzubringen. So haben Wühlmäuse weniger die Chance, sich in das Beet zu buddeln, das Wasser kann aber noch abfließen.
  4. Jetzt wird reingestopft, was das Zeug hält. Zuerst eine etwa 30cm hohe Schicht aus grobem Material. Das kann Baumschnitt sein, Reisig oder harte Stängelstücke. So kommt Luft von unten in das Beet und die Verrottung der folgenden Materialien geht besser voran.
  5. Es folgen die Rasensoden, mit dem Gras nach unten und den Wurzeln nach oben. Hat man gerade keine, eignet sich auch Grasschnitt oder Stroh.
  6. Jetzt folgen bei Bedarf nasse Blätter (aber keine Walnuss oder Eiche).
  7. Der grobe Kompost darf jetzt aufgeschichtet werden, so ca. 15-20cm.
  8. Den Abschluss bildet der Feinkompost oder Muttererde.
  9. Im Hochbeet am besten Mischkulturen ansetzen. Da die ersten Jahre die nährstoffreichsten sind, empfiehlt sich der Anbau von Starkzehrern über Mittelzehrer zu Schwachzehrern, bis das Beet innen verrottet ist.Tipp: Man kann sein Hochbeet auch so bauen, dass später Aufsätze wie Folientunnel und ähnliches genau drauf passen.

Wozu das alles?

Im Prinzip haben wir uns da einen Kompost gebaut, auf den wir noch Erde geschüttet haben. Der Vorteil ist, dass durch die Verrottung des Innenlebens Wärme entsteht. Und Nährstoffe natürlich. Das bekommt den Pflanzen sehr gut und das bringt uns wiederum einen höheren Ernteertrag.

Link-Tipp: Ein Hochbeet ganz schnell und praktisch aus Gabionen und Kokosmatten bauen

Also ich finde die Hochbeete einfach klasse. Gerade bei Pflücksalat und sowas muss man nicht mehr auf der Erde rumkriechen und auch Unkraut lässt sich so wesentlich entspannter entfernen.

Also die Holz-Reste-Ecke geplündert oder auf in den Baumarkt :)

Majura, Rhi und Marii

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Ein Gedanke zu “Wozu braucht man eigentlich Hochbeete und wie funktioniert das?

  1. Gabi schreibt:

    Danke für den Tipp, die Hochbeete gleich passend zu Folientunnel etc. zu bauen – gute Idee!

    Auch den Link (Bau eines Hochbeets aus Galionenboxen und Kokosmatten) fand ich hilfreich – merci! :)

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