Die unglaubliche Verwandlung der Lindwurmfeste

Es ist schon ein kleines Wunder. Wir werkeln jetzt nicht ganz 5 Wochen in der Lindwurmfeste, unterstützt von unseren Familien und Freunden auf ganz vielfältige Art und Weise. Der Garten ist nicht wiederzuerkennen.

Heute ist noch mal einiges passiert. Nachdem wir die zwei Bäume aus dem letzten Beet entfernt haben, ging es heute ans Umgraben. Da fühlte sich aber so ziemlich alles heimisch, was eklige Wurzeln hat…Farn, Quecke und noch einiges andere. Aber wir haben es geschafft. Wir wurden ja auch ordentlich motiviert. Kaum ist das eine raus, kommt das andere rein: Kartoffeln der Sorte Solist.

Kartoffelbeet

Außerdem sind die Hochbeete fertig geworden. Im zweiten Hochbeet wachsen jetzt unsere Kräuter und Pflücksalat. Im dritten haben wir Salatgurken gesät.

Das Kräuter-Hochbeet

Bei einem verdientem Eis haben wir mal resümiert, was wir bisher geschafft haben.

Wir haben die Laube entkernt, Tapete entfernt, neue Dachbalken eingezogen, die alten wurden mit Schimmel-Ex behandelt und das Dach zwei mal komplett gedeckt.
Die Pumpe ist so weit repariert, dass sie grundsätzlich funktioniert.
Rund 65 m² von Unkraut durchdrungener Fläche haben wir bearbeitet: den Rasen abgestochen, die Wurzeln rausgesucht, umgegraben, Erde zerkleinert, gegrubbert und ein Beet daraus gemacht.
7 Baumstümpfe haben wir entfernt.
Es sind drei Hochbeete entstanden, die gefüllt werden mussten mit Baumschnitt, Grassoden, Kompost verschiedener Konsistenz und Erde.
Etliche Kubikmeter Erde haben meine Jungs in den Garten gekarrt und verteilt.
Drei Komposte wurden umgesetzt, der Kompost gesiebt und in den Boden eingearbeitet. Wegen Hochwasser wurden diese Komposte dann noch mal umgesetzt. Ein Monsterkompost wurde gebaut.
Die Wege wurden von Rasen frei gelegt, ebenso der alte Grillplatz.
Alte Wegplatten sind zu neuen Rasenkanten geworden.
Das Regenwassersystem wurde saniert.
Die Wege und die Terrasse wurden von sämtlichem Unkraut befreit, ebenso der größte Teil des Weges entlang des Gartenzaunes.
Der Schutt aus der Hütte wurde zusammengetragen und entfernt.
Das Rosentor ist gefallen.
Die Bäume wurden beschnitten, so weit uns möglich war und mit Leimringen versehen.
Unmengen an Glas, Plastikmüll, Steinen, Wühlmauskörben und anderem Dreck haben wir aus der Erde gesammelt und sind immer noch dabei.
Wir ärgern uns mit Hochwasser, Nacktschnecken, Quecken und Fingerkraut herum.

Kleiner Exkurs: Ich habe heute eine seltsame Nacktschnecke gesehen. Sieht aus wie ein..Gepard? In der Tat heißt sie Tigerschnegel.

800px-Tigerschnegel1

Weiter im Text:
Die Koniferenhecke und der Hopfen sind verschwunden.
Regale wurden gebaut und Möbel wieder aufpoliert.
Die Laube und der Schuppen wurden grundgereinigt und aufgeräumt.
Der Zaun ist wieder Marii-sicher.
Nicht zu vergessen die vielen tausend kleinen Handgriffe, die so angefallen sind. Hier mal ein Nagel, da eine Schraube, dort etwas repariert, Grassoden tonnenweise durch die Gegend und wieder zurück getragen und gefahren, Komposte hin und her geschaufelt, Eimer geschleppt, Elektrik gesichert, Holz behandelt, Wegplatten gestapelt und verteilt, die unzähligen Stunden, Dispute und Schleppereien im Baumarkt und so weiter und so fort…
Das allerschönste ist und bleibt aber das Herrichten der einzelnen Beete, das Abmessen und Planen, die ersten Samen, die in die Erde gekommen sind, die vielen geglückten Voranzuchten, das Einsetzen von Jung- und Altpflanzen und Sträuchern.

So schauen wir heute auf unseren Garten und können kaum glauben, was daraus geworden ist. Es ist unser kleines Stückchen Frieden und Glückseligkeit. Es ist, trotz aller Arbeit, unser Ruhepol, unser Ausgleich zu dieser wahnsinnig schnellen Welt und unseren sehr verkopften Jobs. In der Natur, möglichst mit der Natur. Keine 5 Wochen und die Lindwurmfeste ist nicht mehr das, was sie mal war. Da ist jetzt Ordnung, da ist Funktionalität, da ist Wachsen und Gedeihen. Und trotzdem sind dort noch immer mindestens 5 Ameisenvölker, Schnecken sämtlicher Arten, Regenwürmer in rauen Mengen und von stattlichen Größen, die Vögel kommen uns besuchen und von den vielen freundlichen Helfern wie Kellerasseln und Co fang ich gar nicht erst an. Wir haben in das bestehende System eingegriffen, es nach unseren Vorstellungen geformt. Doch es bleibt immer noch Platz für jene, die schon vor uns da waren. Das finde ich sehr schön. Wir hatten sicher alle eine harte Zeit, aber das Schlimmste ist geschafft. Keine Großaktionen mehr. Die Lindwurmfeste ist noch lange nicht fertig, aber sie ist so weit, dass wir uns ab und zu zurücklegen können und den Spaten erst mal eine Weile im Schuppen lassen können.

Noch einmal vielen herzlichen Dank an alle, die uns so wunderbar unterstützt haben! Ohne euch wären wir nie so weit gekommen. 

Liebe Grüße von uns sehr zufriedenen Lindwurmhütern und dem Lindwurm herself

Link Artikelbild

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s