Kleines Senfkorn Hoffnung – noch ist nicht alles verloren

Wir haben unseren ganzen Mut zusammen genommen und haben uns doch mal in die Lindwurmfeste gewagt. Die Neugierde war dann doch zu groß. Ich hätte die Gummistiefel anziehen sollen…überhaupt bis in den Garten zu kommen, war schon ein kleines Abenteuer. Also das, was Hunde manchmal so zwischen den Zehen haben, sind definitiv Schwimmhäute ;) Innerhalb derselben Kleingartenanlage änderte sich das Terrain von fester Boden, fast trocken zu durchnässte Wiese und aufgeschlemmten Weg bis hin zu völlig überfluteter, nicht mehr einsehbarer Weg. Der erste Eindruck war also folgender: Die totale Katastrophe.

Das Problem des völlig abgesoffenen Weges zog sich bis in unseren Garten hinein. Erst hinter der Schaukel wurde es wieder trockener.

Auf den Beeten ergab sich ein sehr gemischtes Bild. Das Erdbeer-/Radieschenbeet und auch das Kartoffelbeet sind trocken. Bei den Kartoffeln seh ich nur Unkraut, aber die Radieschen wachsen prächtig. Auch die Hochbeete haben den Regen bisher gut überstanden. Es ist sogar schon etwas vom Salat zu sehen. Nicht zu vergessen: Die Hütte ist auch noch trocken :) So weit die guten Nachrichten.

Auf dem ersten Beet sind die Kiwano und Melonen nicht mehr unter dem Unkraut zu finden. Wie kann das in so kurzer Zeit so mächtig wuchern, während die Kulturpflanzen nicht aus dem Knick kommen? Immerhin lassen sich die Tagetes so langsam blicken. Zumindest nehme ich an, dass es Tagetes ist. Den Zucchinis und Paprika geht es auch prächtig. Niemand ist ertrunken und se stehen noch super. Die Tomaten lassen die Blätter schon ganz schön hängen. Also muss doch ein Dach her. Den Kohlrabis und Blumenkohls/kohlen/köhlen (wie heißt das?) hingegen ist nichts anzumerken. Groß und stark stehen sie im Bett, ebenso die Gurken.  Die Kartoffeln allerdings sind völlig überflutet. Zusammenfassung Beet 1: kleine Pfützen, kleine Verluste, aber nicht dramatisch.

Beet 2 bietet einen etwas anderen Anblick. Die Kürbisse stehen noch. Die Rote Beete und die Sonnenblumen stehen zum Teil unter Wasser, zum Teil sind sie völlig von Unkraut befallen. Das wird wohl eher nichts. Der Amaranth ist zur Hälfte überflutet, die andere Hälfte hält sich tapfer. Den Sojas geht es bestens. Ebenso der Schwarzwurzel. Dem Porree und den Zwiebeln…naja, die vergessen wir wohl lieber. Dafür wachsen die Radieschen. Möhren konnte ich zwischen dem Unkraut noch nicht finden. Die Stangenbohnen hat es vermutlich erwischt. Die komplette hinterste Reihe steht vollkommen unter Wasser. Da habe ich nur gesät. Ocra, Erbsen, Bohnen…die weichen jetzt ein bisschen ein…aber werden wohl eher nichts. Zusammenfassung Beet 2: Es hätte schlimmer kommen können – aber nicht viel schlimmer.

Im Großen und Ganzen besteht also durchaus Hoffnung. Wenn es sich hält, werden wir Radieschen, Salat, Kräuter, Kohlrabi, Blumenkohl, Zucchini, Kürbis, Schwarzwurzel, Soja und Gurken haben. Das ist mehr, als ich gedacht habe. Die Kartoffeln haben auch noch eine Chance, der Amaranth ebenso. Es soll ja noch eine zweite Schauerwelle geben (just in diesem Moment bricht ein Platzregen über uns herein). Wir haben uns für einen Garten in der Aue entschieden, wir wussten, dass das Wasser kommt. Dass es allerdings so heftig kommt und auch bleibt, haben wir nicht gedacht. Nun ist es so, wir müssen uns damit arrangieren. Der Mensch hat diesen Boden zusätzlich stark beansprucht und verschlossen. Es ist nur fair, dass sich das rächt. Und bei genauerer Betrachtung bleibt uns immer noch genug.

Frohen Mutes in die Zukunft,

Majura, Rhi und Marii

Advertisements

2 Gedanken zu “Kleines Senfkorn Hoffnung – noch ist nicht alles verloren

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s