Experiment: Holundersirup

Wer auf unserer facebook-Seite vorbei geschaut hat, hat diesen Artikel vielleicht schon erwartet. Inspiriert von unserem Lieblings-Garten-Guru haben wir uns an der Herstellung von Holundersirup versucht.

Das Rezept…

…dazu ist ganz einfach:

  • 2 Liter Wasser
  • 1,5kg Zucker
  • 1 Zitrone
  • 20 Gramm Zitronensäure
  • 20-25 große Dolden

Zitronensäure gibt es scheinbar in kleinen Tüten wie Backpulver. Ich habe hier allerdings keine gefunden. Statt dessen habe ich zwei Spritzer Zitronenkonzentrat in das Wasser gegeben.

Die Holunderblüten müssen noch offen sein. Weder geschlossene noch bereits abgeblühte Dolden eignen sich. Angeblich soll es auch günstiger sein, wenn man sie nicht direkt nach einem Regenguss sammelt. Hollerbüsche an viel befahrenen Straßen sollte man ebenso meiden wie von giftsprüh-wütigen Landwirten betroffene Büsche.

Wir waren schon etwas spät dran. Die Hollerbüsche, die wir so gefunden haben, waren auf Körperhöhe schon abgeerntet und viele Dolden bereits abgeblüht. Aber wir haben es trotzdem geschafft! Stolz wie Bolle sind wir mit unserer Beute nach Hause gezogen.

Die Zubereitung

Die Dolden werden zunächst auf einem weißen Tuch ausgebreitet. Die vielen kleinen Krabbeltierchen, die noch in den Dolden sitzen, kommen dann meistens heraus und sammeln sich auf dem Tuch – und damit später nicht im Sirup.

Derweil habe ich das Wasser mit dem Zucker und der Zitrone darin erwärmt. Der Zucker löst sich dann besser. Das Ganze lässt man wieder abkühlen. Die hoffentlich insektenfreien Dolden kommen in ein großes Gefäß. Wir hatten einen 10-Liter-Kochtopf mit Deckel (ob der Deckel nötig ist, weiß ich gar nicht). Dann werden die Holunderblüten mit dem Zucker-Zitronen-Wasser-Gemisch übergossen. Das klebt vielleicht! Holunderblüten unter Wasser tauchen, Deckel drauf und 24 Stunden ziehen lassen. Zwischendurch immer mal umrühren.

Die Masse wird dann durch ein Sieb abgegossen. Am Anfang hat sich die Schöpfkelle gut bewährt. Der so von Blüten gereinigte Sirup wird nun mehrere Minuten gekocht, damit er haltbar wird. In der Zwischenzeit habe ich die Schraubgläser sterilisiert. Die Gläser selbst werden ausgewaschen und kommen bei etwas über 100 Grad in den Ofen. Die Deckel werden abgekocht.

Zum Schluss wird der Sirup mittels Trichter in die Gläser gefüllt. Ein feuchtes Tuch unter dem Glas soll übrigens verhindern, dass es springt. Zum Portionieren eignen sich natürlich Glasflaschen wesentlich besser als Schraubgläser. Denn man braucht wirklich nur ganz, ganz wenig Sirup für ein Glas Wasser. Der Sirup selbst ist übrigens sehr dünnflüssig.

Und so sieht das Ganze dann aus:

Holunderblütensirup

Trotzdem es wirklich irre süß ist, erfrischt es ungemein. In einem Glas kaltem Wasser, als Eistee…einfach wunderbar. Im Sekt schmeckt es bestimmt auch nicht schlecht, in so fern man Sekt leiden kann. Als Eiswürfel kann ich sie mir auch gut vorstellen.

Unser Fazit: Wir sind absolut überzeugt! So überzeugt, dass wir jetzt Holunder im Garten anpflanzen wollen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachmachen :)

Majura, Rhi und Marii

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2 Gedanken zu “Experiment: Holundersirup

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