Genug ist nicht genug

Auf den Häusern hockt ein satter Gott

und predigt von Genügsamkeit:

Genug ist nicht genug,

ich laß mich nicht belügen.

Schon Schweigen ist Betrug,

genug kann nie genügen.

–Konstantin Wecker–

Wie soll ich sonst andere Worte finden. Ich war ja so naiv und habe gehofft…gehofft, dass das Wasser wenigstens ein paar Zentimeter zurückgewichen ist, trotz des Unwetters neulich. Man kann es meinen Worten vermutlich nur unschwer entnehmen: Das Unmögliche ist geschehen. Das Wasser steht noch höher als vorher. Inzwischen steht sogar die Terrasse, die bisher immer trocken geblieben war, unter Wasser. Es gibt gar keine Worte für dieses Gefühl: wenn man vor Wut alles zerschlagen will, aber gar nichts da ist, die Wut in Verzweiflung umschlägt und diese wiederum in den puren Heulkrampf. Und dann bekommt man so nette Statements von seinem Vorstand:

Liebe Gartenfreunde,

keiner ist glücklich über die gegenwärtige Situation in unserem Verein! Wir werden zur Zeit das Wasser nicht los und wissen aber auch, dass sich diesbezüglich grundsätzlich keine Lösung abzeichnet. Die älteren Gartenfreunde kennen das und mussten zum Teil mit der Situation irgendwie zurechtkommen. Bezeichnend ist, dass gerade junge Vereinsmitglieder permanent meckern und nach Spenden rufen, die Ihr Pachtverhältnis unter den Voraussetzungen der Vernässung überhaupt erst angetreten haben. Teilweise hat der Garten zu Beginn der Pacht unter Wasser gestanden. Man muss sich schon darüber im Klaren sein, was man tut, wenn man im Vernässungsgebiet investiert. In allen Fällen wurden entsprechende Zusatzvereinbarungen abgeschlossen. Manch einer möchte sich wegen des Wassers von der Gemeinschaftsarbeit befreien lassen!
(nachzulesen auf der facebook-Seite des KGV)

Ich weiß nicht, welchen Garten er genau mit „unter Wasser gestanden“ meint. Bei uns stand tatsächlich ’ne Pfütze…da muss man mit der kompletten Flutung des Gartens absolut rechnen.

Die Bilder dürften für sich sprechen. Ich muss erst mal wieder Luft bekommen. Oh, ich vergaß: es wächst sogar im Garten. Nur nicht das, was wir angepflanzt haben. Außer die Kapuzinerkresse. Aber die steht auch so weit oben, dass die nicht überflutet ist.

Majura, Rhi und Marii

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