Shampoo-Tuning

Vor einer Weile hat es ganz schön gebrodelt in der Lindwurm-Küche. Es war der erste Versuch, Shampoo und Waschmittel aus Waschnüssen herzustellen. So ganz zufrieden war ich aber nicht.

Das Waschmittel

Ich hab die Waschnussanzahl erhöht, weil sich irgendwo ein Fehlerteufel eingeschlichen hatte. Man braucht 5-8 Hälften pro Waschgang. Flüssig also 100ml. Das sind dann für einen Liter entsprechend 50 Hälften. Etwas mehr als 15, ehem. Weil mir 50 aber zu viel erschienen, hab ich jetzt 40 genommen. Übrigens ist die Wäsche auch mit 15 Nüssen prima sauber geworden. Ich will einfach mal schauen, ob die Erhöhung der Waschnüsse irgendwas bringt.

Das neue Shampoo

Das Shampoo aus Waschnüssen gefiel mir gar nicht. Zum einen hatte ich zu viel Agar Agar genommen. Das Zeug war also mehr Jelly als Shampoo, was die Verteilung im Haar etwas erschwerte. Zum anderen hatte ich nicht das Gefühl, dass die Haare so wirklich sauber wurden. Sie fühlten sich zwar unfettig an, waren sogar recht rau, aber trotzdem sahen sie irgendwie immer ungewaschen aus.

Deshalb habe ich eine ganz neue Variante probiert.

Man braucht:

  • 250ml Wasser
  • 1/2 Teelöffel Agar Agar
  • 50g Kernseife
  • 10g Honig
  • 10ml Obstessig

Wozu der Essig allerdings sein soll, weiß ich auch nicht. Den Honig habe ich weggelassen. Ein früheres Experiment mit Honig-Shampoo hat mich nicht sonderlich überzeugt. Aber es roch ganz lecker :)

Das Wasser wird mit dem Agar Agar aufgekocht und darf dann wieder abkühlen. Dabei kommen Seife, Honig und Essig dazu. Die Seife zerkleinert man am besten mit einem Messer. Es ist eine Höllenarbeit, wenn man sie mit einer Gemüseraspel klein macht. Die wird nie wieder seifenfrei.

Das war es schon. Abfüllen, fertig :) Es wird natürlich immer Bio-Kernseife empfohlen. Ich hatte noch Lavendel-Seife da, nicht bio. Aber mit der wird es ja wohl auch gehen.

Mein neues Lieblings-Wundermittel

Im Übrigen hat sich Agar Agar als neuer Liebling herausgestellt. Bisher habe ich bei meinem Tonerde-Dusch“gel“ so lange Erde ins Wasser gemengt, bis es eine halbwegs zähe Konsistenz hatte. War natürlich eine Menge Erde, die nicht gerade billig ist. Jetzt habe ich es einfach mal mit Agar Agar probiert. Erst das Wasser mit dem Agar Agar kochen und dann etwas Erde rein. Nach meiner Theorie geliert das jetzt und ich hab trotzdem mein Schlammbad. Daumen drücken!

Liebe Grüße aus der Lindwurm-Hexen-Küche

Majura, Rhi und Marii

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Ein Gedanke zu “Shampoo-Tuning

  1. Elsa L'Vadore schreibt:

    Zum Shampoo: der Essig macht den pH-Wert schön. Man kann die Haare auch problemlos nur mit Seife (im Block) waschen, sofern man eine richtige Seife und kein Syndet hat, da wird hinterher eine saure Rinse (Essig oder Zitronensaft) empfohlen, damit die Haare glänzen und sich die Seife nicht mit dem Kalk im Wasser zu hartnäckigen Belägen verbindet. Honig wirkt ein wenig antibakteriell und soll die Haare etwas aufhellen. Flüssige oder halbflüssige Produkte müssen schnell aufgebraucht werden, bevor sie „kippen“ oder man macht noch ein Konservierungsmittel wie z.B. Alkohol mit rein. Das will man aber meistens gerade nicht.

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