Feldwespen

Unsere seltsamen geflügelten Mitbewohner haben einen Namen: Feldwespen.

Weltweit gibt es ganze 630 Arten! In Deutschland leben aber nur 5 davon.
Man erkennt sie eindeutig an den langen Beinchen, die sie beim Fliegen runter hängen lassen. Dieser Umstand war es, der uns so stutzig gemacht hatte und näheres Interesse für diese Tiere weckte.

Feldwespe

Sie sind mit den uns bekannten Wespen durchaus zu verwechseln, denn sie weisen die gelb-schwarze Färbung auf, sind sind eusozial, leben also in kleinen Staaten und bauen ebenfalls Nester papierähnlichem Material.

Aber die Echten Wespen gehören zu einer andere Unterart der Faltenwespen als die Feldwespen.
Außerdem sind wie gesagt die langen Beine sehr eindeutig. Feldwespen sind insgesamt sehr schlanke Tiere.
Auch die Form ihrer Taille unterscheidet sich von der Echter Wespen: ihr Hinterleib verjüngt sich spindelförmig nach vorne, bei den Echten Wespen wirkt es eher wie abgehackt.
Die Drohnen kringeln ihre Fühler vorne übrigens ein, sieht ganz drollig aus.
Außerdem ist der Kastendimorphismus (tolles Wort) nur schwach bei Feldwespen ausgeprägt. Das heißt, man kann Königin und Arbeiterinnen nur schwer äußerlich voneinander unterscheiden, wohingegen bei anderen Arten die Königin oft deutlich größer ist.

Und sie lieben es warm! Sie nutzen die Wärme für ihre Brutzellen. Meistens gründet nur ein Weibchen, die Königin, ein Nest. Es kann aber auch vorkommen, dass mehrere Weibchen ein Nest gründen und führen. Dann gibt es eine Alpha-Königin und die anderen sind mehr Arbeiterinnen. Oft werden sie verjagt oder getötet, wenn die ersten richtigen Arbeiterinnen geschlüpft sind.

Anders als Echte Wespen sind die Völker der Feldwespen sehr klein. Das entspricht auch unseren Beobachtungen. Sie bauen nur eine einzige Wabe, die hüllenlos, also offen ist. Deswegen suchen sie sich gerne witterungsgeschützte Nestplätze. Echte Wespen umhüllen ihre Waben zumindest teilweise.

Ist es den Feldwespen zu warm, setzen sie sich an den Oberrand der Wabe und schlagen mit den Flügeln. Bei extremer Hitze bringen sie sogar Wasser ins Nest, um die Verdunstungskälte zu nutzen.

Feldwespe gelten als wenig angriffslustig. Man sollte nur nicht an ihrem Nest ruckeln. Wenn sie stechen, ist der Schmerz nur von kurzer Dauer. Unsere Erfahrung sagt da aber etwas anderes.

Ansonsten sind sie im Garten äußerst nützlich, denn sie jagen gerne alles, was eine weiche Haut ist und auch sonst ziemlich träge. Also Raupen, mjam. Sie trinken aber auch Nektar. Grundsätzlich sollte man sie also da lassen, wo sie sind und als Nützlinge willkommen heißen.

Die Informationen habe ich von dieser Seite:

 http://www.hornissenschutz.de/feldwespen.htm

Liebe Grüße,

Majura

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