Schritt um Schritt

Wir melden uns zurück. Nicht etwa aus dem Urlaub, nein, sondern  von einigen schönen und arbeitsreichen Tagen in der Lindwurmfeste.

Es ist so viel passiert, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll.

Das erste Beet ist entstanden. Nachdem wir mit Trimmer und Spindelrasenmäher das Grünzeug gestutzt haben, musste noch ein wild wachsender Busch weichen. Soweit war also alles geschafft. Dann ging es ans Umgraben. Was für eine Freude! Eigentlich wollten wir nur ganz grob umgraben, aber da hat uns jemand einen Strich durch die Rechnung gemacht: unser altbekannter Freund, die Quecke. Das hieß also, dass jeder Spatenstich Erde noch einmal von Hand verlesen wurde, um die Queckenwurzeln so gut wie möglich zu entfernen. Und wir haben wirklich viel davon. Es tarnt sich schon unheimlich gut. In den ersten Tagen in der neuen Lindwurmfeste haben wir sie gar nicht bemerkt. Aber sie hatte ja auch viele Jahre Zeit. Die hat sie gut genutzt. Das Umgraben ging also nur sehr langsam und mühsam voran. Nachdem alles von Hand umgegraben wurde, durfte unsere neue Bodenfräse ran. Die hat ganz schön Zug! Es ist einfach irre, was sie aus der Erde macht. Sie wird ganz fein, nicht mit diesen großen Klumpen. Wunderbares Gerät. Ich darf also stolz präsentieren: das erste richtige Beet ist fertig.

Wir haben sogar schon Samen in die Erde gebracht. Ob es noch was wird, ist eine ganz andere Frage. Radieschen, Möhren, Rote Beete, Erbsen und Butterbohnen dürfen ihr Glück noch einmal probieren.

Auch der Zaun hat es endlich geschafft. Er ist komplett fertig und erstrahlt in neuer Pracht. Wir finden ihn einfach wunderbar und für unseren ersten Zaun auch überhaupt nicht schlecht. Jetzt sieht es richtig schick bei uns aus. Es hat seine Zeit gedauert, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Das kleine Beet ganz vorne am Zaun mit dem Salbei haben wir auch gegrubbert. Alles ist noch nicht raus, aber es sieht schon wesentlich besser aus.

Außerdem haben wir jetzt einen neuen Holzverschlag für das ganze Restholz und der erste neue Kompost steht auch. Der Garten gewinnt langsam an Struktur und System. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie er sich Tag für Tag von einem kleinen hässlichen Entlein hin zu einem Schwan verwandelt.

Unsere ausgesetzten Zucchinis haben den Transport leider nicht so gut überstanden. Viele Blätter sind abgeknickt. Trotzdem treiben sie beide neu aus. Die alten, kaputten Triebe haben wir jetzt erstmal entfernt, damit sich die Nacktschnecken nicht so angezogen fühlen. Die stehen nämlich auf schwache Pflanzen. Selbstgezogene Jungpflanzen sollte man deswegen immer nur abgehärtet in den Garten auspflanzen. Sonst werden sie gefressen.

Apropos fressen: Marii frisst sich im Garten auch richtig satt. Unser Pflaumenbaum trägt Unmengen an Früchten. Leider sind viele madig, die fallen dann runter und Marii freut sich. Auch die Grashüpfer haben es nicht mehr ganz so leicht bei uns, seit Marii da ist.

Ich könnte mich noch ganzen Tag darüber freuen, wie dieser einst wilde Dschungel immer mehr zu unserer neuen Gartenheimat wird. Unter dem Hibiskus habe ich Blumen ausgesät, von denen die ersten schon das Licht der Sonne genießen. Die Müllecken sind verschwunden, der Garten ist ohne Macheten betretbar, der Hund kann nicht mehr abhauen, die ersten Gemüsepflanzen sind gesät und in die Erde gebracht, der Blaugurkenbaum hat den Umzug ganz wunderbar verkraftet und so langsam kommen wir an, in unserer neuen Lindwurmfeste.

Liebe Grüße,

Majura, Rhi und Marii

p.s.: Es gibt ganz viele neue Bilder!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s