Von der Raupe zum Schmetterling

Meine Lieben,

lange habt ihr nun schon nichts mehr von uns gehört. Doch ist dies nicht dem Umstand geschuldet, dass nichts passiert wäre. Im Gegenteil: wir haben so viel geschafft, dass ich abends einfach keine Muße mehr hatte, Fotos zu sortieren, zu formatieren und Texte zu schreiben.

Doch nun habe ich einen tiefen Atemzug lang Ruhe die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen.

Heute saßen wir wieder einmal auf unserer Terrasse und haben den Blick über all das schweifen lassen, was wir bisher geschafft haben. Erinnert ihr euch an die Anfänge? Da sah der „Garten“ so aus:

das äußerst solide Tor2013-06-14 20.40.39

Kein Zaun, 2 Meter hohes und äußerst wehrhaftes Grünzeug, man konnte keinen Schritt treten. Und nun sieht es so aus:

2013-08-21 11.48.502013-08-21 11.48.44

So vieles hat sich getan.

Im Baumarkt unseres Vertrauens haben wir noch mal Holz mit Nuten gekauft (diverse Spezialisten wissen, dass diese von den sogenannten Nut- und Federspechten gefertigt werden) und lasiert. Zusammengeschraubt ergab es zwei quadratische Rahmen, die zu neuen Kräuterbeeten geworden sind. In das eine haben wir einjährige Petersilie und Basilikum gesät. In dem anderen darf sich unsere Quedlinburger Pfefferminze endlich wieder ausbreiten, nachdem sie so lange Zeit im Topf leben musste. Auch der Rosmarin, den wir noch aus der alten Lindwurmfeste retten konnten, steht nun dort. Zusätzlich haben wir noch Thymian (angeblich ein Bienen-Magnet) und Schnittlauch gesät. Frische Erde gab es natürlich auch.
Den Salbei, der ursprünglich mittig auf dieser Beetfläche wucherte, haben wir verkleinert und in vier Rechtecke geteilt. Diese wachsen nun wieder an den Ecken des Beetes. Scheinbar haben sie den Umzug auch ganz gut überlebt.

Wir haben uns außerdem an die Hecke gewagt. Es war ziemlich viel Vorarbeit nötig, um überhaupt so an sie ranzukommen, wie wir wollten. Unmengen Müll lag da unter der Hecke. Und dann ging es ans Werk, mit der Heckenschere. Die gleitet durch das Blattwerk wie durch Butter. Es war erstaunlich, wie schnell das ging. Problematisch war die Kürzung der Hecke. Von außen liegt der Weg so hoch, dass man bequem an die Hecke kommt, aber von unserem Garten aus fehlen da plötzlich einige wichtige Zentimeter. Ist jetzt also kein akkurat gerader Schnitt geworden. Aber die Hecke fügt sich gut in das Gesamtbild der anderen Hecken ein, wir sind jedenfalls zufrieden. Beim Zurückdrängen der Hecke haben wir übrigens einen weiteren Weg gefunden, der parallel zur Hecke verläuft. Dieser wird jetzt auch Schritt für Schritt befreit. Und wir finden immer noch Unmengen an Müll. Sogar ein ganzer Bierhumpen war dabei!

Die hintere Wiese ist nun auch getrimmt und damit wieder gefahrlos begehbar. Ganz ungefährlich ist es allerdings noch immer nicht, weil gerade in diesem Teil des Gartens der Boden sehr uneben ist, mit vielen kleinen Löchern drin, in denen man sich so gut den Fuß verknacksen kann.

Außerdem stand heute ein Quecken-Großkampf an. Die erobert sich nämlich wesentlich schneller als uns lieb ist das große Beet zurück und klaut den armen Radieschen die Nährstoffen. Also ging es vorsichtig auf Knien mit dem Handgrubber durchs Gemüse. Die Erbsen sind schon richtig groß! Hätte nicht gedacht, dass die so schnell wachsen. Leider finden auch die Schnecken Radieschen und Erbsen total lecker. Ich werde wohl mal wieder auf Nacktschneckenjagd gehen müssen.

Der Konifere am Sandkasten ging es gänzlich an den Kragen. Schön aufgestapelt bietet sie nun verschiedenen Krabbelviechern ein zu Hause. Die Konifere bzw. die vier oder fünf Koniferen an der Terrasse haben auch eins auf den Deckel bekommen. Nun sind sie nur noch 2 Meter hoch und auch deutlich schlanker geworden. Auf einmal ist so viel Licht im Garten :)

Auch die große Koniferenhecke an der Seite des Gartens wurde mit Hilfe eines Freundes zurück geschnitten. Sie hat immens an Höhe verloren und auch in der Breite ist sie nun schlanker geworden. Der Weg ist nun wieder erkennbar. In den nächsten Tagen erhält die Hecke noch mal einen Formschnitt.

Am Teich wurde das Beet umgegraben, von Quecke und anderem Unkraut befreit. Den Teich selber haben wir auch ausgespült und neu befüllt. Scheinbar hat er aber irgendwo ein kleines Loch. Irgendwie fehlt da Wasser XD

Auch das Beet unter dem Wein sieht jetzt ordentlich aus. Sämtliches Unkraut wurde ausgegraben, die Pfingstrose steht jetzt vorne am Teich. Außerdem war da noch eine Johannisbeere unter dem Wein. Zum Teil waren die beiden Pflanzen schon miteinander verwachsen. Aber wir konnten sie trennen. Die Johannisbeere darf auch weiter im Garten wohnen bleiben. Wir planen gerade unsere Sträucher-Streifen. Denn auch Himbeeren und Brombeeren soll es wieder bei uns geben. Nicht zu vergessen die Erdbeeren ;)

Zudem haben wir endlich den Schlauchanschluss auf den Wasserhahn bekommen. Jetzt spladdert es nicht mehr in alle Richtungen, man kann den Gartenschlauch anschließen und die Gießkanne ordentlich füllen.

Der Zaun wurde an der Seite nun auch gänzlich geschlossen. Unser kleiner Lindwurm hat nämlich doch dadurch gepasst. Aber nun ist es vorbei mit dem Wegschleichen. Eine einzige Latte hatte gefehlt. So kann es gehen.

Das zweite Beet hatten wir schon vor einer Weile mit der Bodenfräse vom Gras befreit so gut es ging. Heute habe ich mit dem Spaten dran gewagt und das erste Drittel umgegraben. Dieses Mal aber nur ganz grob, die Quecke habe ich auch nicht raus gesammelt. Wir wollen mal schauen, ob es einen Unterschied zum ersten Beet geben wird. Der Rest wird noch grob umgegraben und dann kommt die Bodenfräse wieder zum Einsatz. Tolles Teil :)

So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Es ist einfach so unglaublich viel, was hier in der Lindwurmfeste passiert. Selbst wir können uns kaum noch vorstellen, wie es zu Beginn ausgesehen hat. Doch die Zivilisation hat den Garten zurück. Unsere Zucchini hat schon die ersten Früchte angesetzt! Wir hätten ja nicht gedacht, dass das wirklich noch was wird. Aber es klappt. Die Erbsen wachsen auch wahnsinnig schnell, schneller sogar als die Radieschen.

Übrigens ist unser 5. Video in Arbeit. Schaut also in nächster Zeit mal auf youtube vorbei :)

Liebe Grüße aus der Lindwurmfeste,

Majura, Rhi und Marii

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