Himmelstränen

Die Tage werden wieder merklich kürzer und kühler. Auch der Regen ist zurückgekehrt. Die Tonnen füllen sich wieder mit dem Wasser, auf das wir so lange gewartet habe. Doch wie alle Dinge hat auch der Regen zwei Seiten. Er ist lang ersehntes Nass, dass die trockene Erde begierig aufsaugt. Genau darin liegt jedoch auch ein Problem, denn zum Umgraben kommt man bei diesen Wetterverhältnissen eher weniger.

Trotzdem wir die vielen Himbeeren ausreichend gewässert haben, bis es das Himmelsnass diese Aufgabe übernommen hat, lassen doch viele ihre Blätter hängen. Anderen wiederum sieht man den Umzug gar nicht an. Wie so oft müssen wir uns in Geduld üben. Bis jetzt hat es noch fast jede Pflanze geschafft: die Pfefferminze hat sich erholt, von den Erdbeeren sind alle (bis auf eine einzige) wieder aufgestanden, der Gurkenbaum steht, die Zucchinis haben wahre Wunder vollbracht. Da werden es die Himbeeren auch schaffen.

Unsere Geduld wurde zudem ein weiteres Mal belohnt: das Kräuterbeet ist endlich gesprenkelt von kleinen grünen Punkten. Es wächst! Laaaaaaange hat sich gar nichts gezeigt und Geduld ist wahrlich nicht meine Stärke. Aber seit wenigen Tagen nun, wie auf ein geheimes Signal hin, sind alle Pflanzen durch die Erde gestoßen.
Sogar der erste Grünkohl hat sich heute gezeigt. Kostbare Momente – die ersten Tage einer Pflanze an der Sonne. Ich sehe ihnen gerne zu, wie sie sich langsam entfalten, ausrollen und Stück für Stück strecken und räkeln. Als hätten sie zu lange geschlafen. Wenn sie die ersten winzigen Blättlein ausbreiten und man noch gar nicht glauben kann, dass dieses kleine Grün schon in wenigen Wochen einen Quadratmeter Platz für sich beanspruchen wird.

Ja, unsere Zucchinis sind fleißig. Heute haben wir schon die fünfte geerntet und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Wir freuen uns schon so sehr auf nächstes Jahr, wenn wir dann endlich richtig einsteigen. Doch auch im Winter wird es mehr oder minder grün. Der Grünkohl wächst noch, der Knoblauch muss noch in die Erde und die dann fertigen Beete wollen mit Gründüngung versorgt werden. In der Hütte gibt es auch noch genug zu tun. Tropfen um Tropfen…

Liebe Grüße,

Majura, Rhi und Marii

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