Schlammschlacht

Die gute Nachricht gleich am Anfang: Hurra, hurra, die Geburtstagswichtel haben eine neue Kamera gebracht. Wir können nun endlich wieder Filme machen, die eine ertragbare Qualität aufweisen. Ach was, sie ist grandios. Jedenfalls dürft ihr wieder mit mehr Bildmaterial rechnen.

Viel passiert jedoch im Moment nicht mehr bei uns. Der Frost ist nun endgültig angekommen. Bei unserem gestrigen Besuch der Lindwurmfeste fand sich eine dicke Eisschicht auf den Regentonnen. Zeit, das Wasser los zu werden, bevor die Tonnen Schaden nehmen. Der Garten erinnerte nach dem Kippen der Fässer ja fast an Zustände im Sommer…aber unser Lindwurm fand es toll. Im Matsch spielen ist eben doch immer noch am schönsten.

Obwohl wir unseren Gelbsenf sehr spät ausgebracht haben, ist er dank der milden Temperaturen im November gekeimt und gewachsen. Die Pflänzchen sind nun zwar alle recht lütt und die Vögel haben sich einiges weggeholt, aber es ist zumindest etwas Gründüngung. Und der Garten ist grün, was auch ein schöner Anblick ist.

Der Wein hat nun auch endlich alle Blätter abgeworfen und war bereit, geschnitten zu werden. Er hatte ja nun viele Jahre Zeit, zu wachsen wie es ihm beliebte und das hat er auch ganz ordentlich genutzt. Unsere Arbeit hat sich also erst einmal darauf beschränkt, totes Holz zu entfernen. Da ward der Wein schon um die Hälfte kleiner. Dann haben wir alle kleinere Seitentriebe an den unteren Ranken abgeschnitten, denn der Wein soll später über das Gatter auf eine Pergola gelenkt werden. Dazu brauchen wir zunächst kräftige lange Triebe. Anschließend galt es, das ganze Wirrwarr aus Ranken zu entzerren und sie am Gatter nach oben zu binden und zum Teil darüber zu legen. Mit Erziehung hat das alles noch recht wenig zu tun, aber wir wollten der Pflanze auch nicht zu viel zumuten. Und wenn man dann Ranken findet, in die sich der Bindedraht gefressen hat, dann überlegt man es sich eh noch ein zweites Mal.

Und doch staunen wir jedes Mal, wenn wir die Lindwurmfeste betreten. Wisst ihr noch, wie es das aller erste Mal ausgesehen hat? Der Zaun war mehr eine Idee von einem Zaun, das Tor ging nicht auf, weil der Hibiskus riesig war, da stand der Farn gut zwei Meter hoch, da lagen überall leere Schnapsflaschen und das Gras war kein Gras, sondern Quecke. Die ja auch irgendwie Gras ist, aber eben das etwas hartnäckigere. Inzwischen sieht der Hibiskus wieder aus wie einer, der Farn ist verschwunden, auch die Quecke zum Großteil. Da ist Beet um Beet entstanden, da haben uns die Zucchinis wunderbares Gemüse geschenkt, die Erbsen waren die allerleckersten überhaupt, da haben uns liebe Gartenfreunde mit allerlei Pflanzen und Leckereien versorgt und wir sind endlich angekommen auf dem kleinen Stück Land, das unsere Seelen wärmt.

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