Weihnachtsrückblick

Weihnachten ging natürlich auch an uns nicht spurlos vorbei. Und auch nicht geschenkelos. Dieses Jahr habe ich meinen ersten Wunschzettel geschrieben, glaube ich, und auch eine Liste mit Dingen, die ich bitte nicht haben möchte. Und ich muss sagen: Das mache ich wieder. Die Geschenke sind trotzdem überraschend, denn man weiß ja nicht, was man schlussendlich bekommt. Und es sind alles Dinge, die ich wirklich, wirklich haben wollte. So gab es schöne Bücher zum Thema Selbstversorgung, Unmengen an Flaschen und Tiegeln zum Befüllen, einen Suppentopf immensen Ausmaßes und für den Mann im Hause lauter tolles Spielzeug wie einen großen Akkuschrauber und eine elektrische Säbelsäge. Damit haben die letzten Koniferen endgültig verloren. Wir sind sehr dankbar für all diese wunderbaren Gaben und natürlich auch die, welche jetzt nicht erwähnt wurden.

Weihnachten verkommt in vielen Familien zu einem Fest des Konsums. Es ist schwer, dem zu entkommen. Doch man kann an vielen kleinen Ecken etwas besser machen…wo bezieht man die Geschenke her? Unter welchen Umständen wurden sie produziert? Muss es immer Neuware sein (gerade bei Büchern oder Filmen)? Packt man es ein? Wenn ja, in Papier? Oder doch lieber in noch anderweitig nutzbarem Tuch?
Ich persönlich muss sagen, es fällt mir doch schwerer als ich gehofft hatte. Mit dem Wunsch- und Antiwunschzettel habe ich versucht, sinnlosen Konsum zu vermeiden. Aber Geschenkpapier gab es dann doch und nicht immer stammten die Geschenke aus dem Laden um die Ecke. Bis auf einige wenige selbst gemachte Pralinen haben wir zumindest aber nichts Süßes verschenkt, das dann doch in der Tonne landet. Auch aus noch vorhandenen Bastelbeständen sind einige Geschenke und Verpackungen entstanden.

Ganz auf das Beschenken zu verzichten, ist ein schwieriges Unterfangen, denke ich. Man kann sich vielleicht noch mit seinem Partner darauf einigen. Aber manches Eltern- und Großelternteil wird es sich dann doch vielleicht nicht nehmen lassen und die Kinder sowieso nicht. Und sie sollen ja auch ihre Freude haben. Aber vielleicht nicht unbedingt an dem elften Teddy made in China.

Für uns war dieses Jahr auf jeden Fall ein wesentlich bewussteres Weihnachten. Die Geschenke sollten einen Nutzen haben – sowohl jene, de wir empfangen haben als auch jene, die wir gaben. Das ist zugegebener Maßen nicht in allen Fällen gelungen (dafür war der Likör auch selbst gemacht). Aber doch in den meisten. Wir sind nicht blindem Weihnachtskaufrausch erlegen.

Dieses Jahr gab es bei uns übrigens auch keinen Tannenbaum. Es gab ja wieder große Diskussionen um die Herkunft der Bäume und Massenabholzen. Statt dessen haben wir Äste verschiedener Größe gesammelt und sie der Größe nach geordnet an die Wand geschraubt. So ist auch ein Baum entstanden, den wir mit Kugeln schmücken konnten. Und der nadelt nicht, piekst nicht beim Transport und passt auf jeden Fall ins Zimmer. Er soll uns weiterhin durch die künftigen Jahreszeiten begleiten.

Außerdem ist eine neue Pflanze bei uns eingezogen: eine Tomatillo, die extra für uns groß gezogen wurde. Tomatillos stammen ursprünglich aus Mittelamerika und sind uns seit der Entdeckung Amerikas bekannt. Sie sind einjährige, krautige Pflanzen und erreichen eine Höhe von bis zu zwei Metern. Wenn man sie nicht stützt, fallen sie irgendwann um und wachsen angeblich kriechend auf dem Boden weiter. Tomatillos gehören zu den Physalis-Arten. Entsprechend sehen auch die Früchte aus, wie wir es von einer Physalis kennen: eine lampionförmige Fruchthülle mit einer kleinen, runden Frucht darin. Diese ist grün bis grün-violett.
Wir haben sie durch Videos englischer Gärtner kennengelernt. Unsere Pflanze ist gut einen halben Meter hoch. Die erste kleine Tomatillo haben wir auch schon entdeckt. Mal sehen, ob sie noch reif wird. Denn Tomatillos mögen es gerne warm, am liebsten noch etwas wärmer als Tomaten.

Wir haben auch der Lindwurmfeste einen Besuch abgestattet. Der Senf ist erwartungsgemäß abgefroren. Knoblauch und Zwiebel machen sich prächtig. Einzig, dass man schon wieder Müll in und über unsere Hecke in den Garten geworfen hat, wurmte uns dann doch. Vor allem die Korn- und die Bierflasche. Das muss ja nun wirklich nicht sein.
Im Teich haben wir schon wieder ertrunkene Mäuschen gefunden. Das ist nun doch das endgültige Aus für den Teich. Schade, den Frosch mochte ich sehr. Aber es ist eben zu gefährlich für die anderen Tiere.

So viel von uns. An dieser Stelle wünschen wir euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir verzichten übrigens dieses Jahr gänzlich auf Knallwerk jeglicher Art.

Liebe Grüße,

Majura, Rhi und Marii

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