How to: Buttern

Alles im Lot auf’m Boot! Alles in Butter auf’m Kutter!

In der Lindwurmfeste auch. Da werden die Beete geplant, Saatgut aus dem vorigen Jahr wird durchgesehen, da werden Preise verglichen und immer wieder über die Schönheit einiger Pflanzen gestaunt.

Aber wir können noch mehr! Dieses Jahr gab es die erste, eigene Butter. Wie das geht?
Ihr kennt doch sicherlich die Verzweiflung, wenn ihr kurz, bevor der Besuch kommt, noch schnell Schlagsahne machen wollt. Da quietscht ein Kind, schreit eine Katze oder sonst irgendwas, ihr passt eine Sekunde nicht auf und dann ist es auch schon passiert: Ihr habt Butter gemacht. Dahin ist die Schlagsahne und wehe dem, der nicht eine Reserve im Kühlschrank hat.

Nach diesem Prinzip macht man auch gewollt Butter: Man gibt Sahne ins Butterfass und kurbelt drauf los. Wenn man aber nun kein Butterfass hat? Dann nimmt man ein großes Schraubglas. Die Sahne lässt man einige Stunden bei Raumtemperatur stehen. Da ich so furchtbar ungeduldig bin, habe ich die Sahne einfach auf die Heizung gestellt, während der Hefeteig ging. Die Sahne kommt in das Schraubglas, der Deckel wird ordentlich (wichtig!) zugeschraubt und dann kann der Spaß beginnen: Schütteln, schütteln, schütteln. Es muss nicht besonders schnell sein, nur halbwegs ruckartig. Nach kurzer Zeit schon werdet ihr sehen, dass sich ein Teil der Sahne zu einem Klumpen zusammenfindet. Noch ein bisschen weiterschütteln. Tada! Die Flüssigkeit gießt ihr ab. Es ist übrigens Buttermilch, also auffangen, wer mag. Jetzt wird die Butter mehrmals mit kaltem Wasser gespült. Dieser Vorgang soll die restliche Buttermilch entfernen, denn je weniger Buttermilch in der Butter verbleibt, umso streichfähiger wird sie. Man kann die Butter auch mit einem Holzlöffel durch ein Sieb streichen oder kneten, bis die Buttermilch raus ist. Das war es schon. Fertig ist die Butter.
Es gibt natürlich noch unzählige, wunderschöne Butterformen und -stempel, mit der ihr eurer Butter noch eine bezaubernde Note verleihen könnt.

Die Butter aus Rohmilch herzustellen ist natürlich aufwendiger, denn letzten Endes braucht ihr den Rahm der Milch und das ist, tsching, Sahne. Dafür wird die Rohmilch entweder in eine spezielle Zentrifuge gegeben, die den Rahm von der Milch trennt oder man lässt richtig frische Milch eine Zeit lang stehen, dann sammelt sich oben der Rahm (daher: aufrahmen).

Ihr könnt für die Butter ganz normale Sahne aus dem Laden nehmen, funktioniert wohl auch mit H-Sahne.
Wir wünschen viel Spaß beim Schütteln :)
Majura, Rhi und Marii

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