How to: Shampoo aus Kastanien

Dass man mit Kastanien waschen kann, wissen wir (zumindest in der Theorie) inzwischen. Mit Waschnüssen geht das auch. Aus denen kann man aber auch Shampoo herstellen. Die Logik sagt da: Das müsste doch auch mit Kastanien funktionieren. Tatsächlich bin ich vor Kurzem über einen Artikel von Experiment Selbstversorgung gestolpert, in dem Lisa beschreibt, wie man aus Kastanien Shampoo gewinnt. Da mein Shampoo gerade aufgebraucht war, hab ich mich erneut daran gewagt, es einfach selber herzustellen. Von den Waschnüssen war ich weniger begeistert, muss ich sagen. Im Nachhinein kann ich aber nicht ausschließen, dass es genau an dem Phänomen lag, das Lisa so schön beschreibt: Wir sind vom 0815-Shampoo gewohnt, ein sehr trockenes Haargefühl zu haben und verbinden das mit Sauberkeit. Natürliche Shampoos wie das aus Waschnüssen und auch aus Kastanien erreichen aber diese extreme Entfettung der Haare nicht. Folglich fühlen sich die Haare irgendwie nicht richtig sauber an. Sind es aber.

Und so macht ihr euer eigenes Shampoo aus Kastanien

Ihr braucht:

  • 20 Rosskastanien
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Äpfel
  • 700ml Wasser
  • 1 EL kaltgepresstes Öl
  • eventuell Agar Agar o.ä.

Ihr könnt die Kastanien einfach mit einem Hammer zertrümmern. Ich hatte einige unserer Kastanien schon geschält und habe sie einfach mit dem Messer zerteilt. Auch der Apfel wird in Stücke geschnitten. Alles zusammen wird dann ca. 30 Minuten köcheln gelassen.
Dazu eine Anmerkung: Ich hatte nur noch einen Apfel, habe also entsprechend weniger Kastanien und Wasser genommen (und statt Rosmarin Thymian). Nach 30 Minuten war von dem Wasser aber fast nichts mehr da. Ich habe den Brei dann noch mal aufgegossen. Die Kastanien werde übrigens richtig schön matschig.
Agar Agar braucht ihr, wenn ihr euer Shampoo gerne wabbelig mögt ;)

Ich bin nach einem Praxistest zurückhaltend begeistert. Die Haare fühlen sich irgendwie sauberer an, aber eben nicht wie gewohnt sauber. Dafür waren sie aber auch viel weicher als nach einer normalen Wäsche. Und nach den wirklich sinnvollen 100 Bürstenstrichen mit der Naturhaarbürste (regelmäßiges Saubermachen nicht vergessen) war eigentlich alles in Ordnung. Die Haare sind nicht so strohig wie sonst und stehen nicht in alle Richtungen ab. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

Zum Abschluss muss ich dann doch noch etwas los werden: Ich habe nun einige Dinge in Tauschkreisen erkreiselt, aber leider, leider muss ich das Resumée ziehen, dass einige Tauschvorgänge zu meinem Nachteil ausgingen. Konkret heißt das, dass ich mein Päckchen abgeschickt habe und es auch ankam. Andersherum war es aber nicht immer der Fall. Völlig abgesehen von dem Hickhack, den ich sowohl mit der Deutschen Post als auch Hermes hatte, obwohl ich sehr wohl fähig bin, die Maße eines Briefes und dessen Gewicht korrekt zu bestimmen und zu klassifizieren. Naja. Viele Leute, die sich direkt Sachen bei uns abholen wollten, kamen nicht, sagten auch nicht ab und waren nicht mehr zu erreichen. Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. Da will man die Welt ein kleines bisschen besser machen, ein bisschen weniger Müll, ein bisschen weniger Konsum und muss sich ständig rumärgern. Weil  Menschen nicht mehr zuverlässig sind. Wir sind immer und überall auf den verschiedensten Wegen erreichbar. Aber schaffen es nicht, mal abzusagen, wo man sich schon Abholzeiten á la zwischen 9 und 18 Uhr aussucht. So, das musste jetzt auch mal sein.

Wir wünschen euch umso mehr wunderbare Mitmenschen,

Majura, Rhi und Marii

Tauschkreisel

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