Frühlingsputz in der Lindwurmfeste

Frühjahrsputz in der Hütte

Inzwischen verblühen die Schneeglöckchen und Krokusse schon wieder und machen Platz für Gänseblümchen und Löwenzahn. Auch wir schaffen neuen Platz, trennen uns vom Alten und nutzen die Zeit für einen Frühjahrsputz in der Lindwurmfeste (die Wohnung wird wohl noch etwas warten müssen).

Letztes Mal habe ich euch davon berichtet, dass Rhi einen neuen Arbeitstisch baut. Dieser ist nun fertig. Er hat eine Zwischenebene, so dass wir unsere Kisten übereinander aufbewahren können. Oben drauf ist ganz viel Platz zum Kochen, Abwaschen und Pflänzchen ziehen.

Auch die Kisten selbst haben wir allesamt ausgeräumt. Was wir nicht alles wiedergefunden haben! Oder gar nicht vermisst. Unglaublich, wie viel Zeug sich selbst in einer kleinen Gartenhütte ansammeln kann. Dieses Mal waren wir unbarmherzig und haben alle weggeschmissen, was wir nicht brauchen, was kaputt ist und doch nie repariert wird. Doppeltes wurde aussortiert und wartet auf eine neue Heimat. Es herrscht wieder Ordnung. Das ist so schön! Die Handschuhe haben einen festen Platz und liegen nicht mehr kreuz und quer in der ganzen Hütte rum. Die ganzen Bänder und Schnüre verheddern sich nicht mehr mit anderen Gegenständen, die kleineren Gartengeräte sammeln sich nicht mehr in unzähligen Eimern. Alles hat seinen Platz.

Das große Gerät blieb ebenfalls nicht verschont. Wir haben umgesetzt, was ich schon immer toll fand: Wandhalterungen. Dafür haben wir schlicht Schrauben genommen, da sich die meisten Stiele bei uns eh verjüngen. So halten sie in den unflexiblen Schrauben-Zwischenräumen, sind aber leicht heraus zu nehmen. Man muss nicht mehr über Schläuche springen, um hinter der Schubkarre Harke und Grubber, eng umschlungen, von einander zu lösen, nur weil man eigentlich an den Spaten wollte. Es ist so wunderbar!

Rhi hat versucht, die losen Farbreste zu entfernen und mit neuer Farbe zu streichen, aber von diesen komischen Brettern platzt die neue Farbe immer wieder ab. Dann eben nicht. Dafür hängt die Garderobe wieder. Zudem haben wir nun einen Teppich für die Schuhe und einen vor dem…

…Klo! Ja, wir haben es endlich geschafft. Es hat ja nur ein halbes Jahr gedauert, bis wir die Campingtoilette aufgebaut hatten. Aber nun steht sie und ist benutzbar. Das Holzregal, das wir schlussendlich mit der Wand verschraubt haben, dient uns als Raumtrenner. Wir werden eine Seite noch mit Stoff beziehen.

Luxus Campingtoilette

Es ist wieder Ordnung eingekehrt in unserer kleinen Bude. Rhi hat sogar gefegt und gestaubsaugt. Irre, wie sehr sich ein bisschen weniger Chaos auf die Stimmung auswirkt.

Vor der Hütte ist ebenfalls wieder Ordnung. Die Terrasse ist gesäubert. Dabei war uns auch unser selbst hergestelltes, biologisches Unkraut-Ex eine Hilfe. Dort, wo früher die große Rose stand, wollten wir zunächst mit den noch vorhandenen Steinen pflastern. Rhi hat dann aber fix das Beet noch um einen Quadratmeter größer gemacht.

Frühjahrsputz auf den Beeten

Unsere Beete wurden gleich mitgeputzt. Ich kämpfe immer noch mit der Quecke, aber so langsam ist ein Ende in Sicht.

Die Erdbeeren erstrahlen in neuem Glanz. Wir haben die braunen, welken Blätter entfernt, das Unkraut zwischen den Reihen raus geholt und die Erde ordentlich aufgelockert.

Dabei musste ich feststellen, dass wir einen neuen Feind im Beet haben, dessen Identität ich zwar noch nicht kenne, der mich aber schon jetzt nervt. Ich vermute, es ist Scharbockskraut. Die Blätter sehen ja ganz hübsch aus, aber es scheint auch ein Wurzelunkraut zu sein. Es hat recht tief reichende Wurzeln, an deren Ende sich so ganz kleine, braune Knöllchen bilden und irgendwie scheint es sich auf über die Wurzeln auszubreiten. Jedenfalls ist plötzlich das ganze Beet voll damit. Rausreißen kann man es nicht, da reißt nur das grüne Zeug ab, aber die Wurzeln bekommt man so nicht. Also hieß es wieder: Buddeln, was das Zeug hält.

Aus dem alten Pressholztisch, der uns nie gefiel, haben wir kurzer Hand ein kleines Hochbeet gemacht. Die Beine haben wir fast komplett abgesägt. Die Überbleibsel haben wir eingegraben und das Beet mit Komposterde aufgefüllt. Noch wächst nichts darauf, aber da wird sich ganz bestimmt noch was finden.

Von unserem Blumenbeet haben wir ja schon berichtet. Und wisst ihr was? Wir mögen es immer noch! Die Gerümpelecke ist endlich weg, der Brunnen ist nicht mehr nur ein großes Loch im Stein. Die Blumen bringen Farbe in unseren Garten und die Ranunkeln mag ich inzwischen besonders gerne mit ihren gefüllten Blüten.

In dem kleinen Beet, in dem einst auch der Teich eingegraben war, stehen noch zwei Nadelgewächse. Oder standen. Denn die eine Konifere bzw. der Verbund an Koniferen ist gewichen, samt Wurzel und allem. Der zweite Busch ist auch noch dran und dann können auch dort wunderbare Gemüsepflanzen wachsen.

Wir jedenfalls sind startklar für ein neues, ein erstes richtiges Gartenjahr (im April gibt es dann auch eeeendlich Wasser…)!

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