Gartentagebuch: Der Tulpenkavalier

Nach dem wunderbaren Anblick der Lindwurmfeste, der uns nach unserer Rückkehr vergönnt war, hielt es uns nicht lange zu Hause.

Wie im letzten Artikel erwähnt, sind unsere Puffbohnen (Saubohnen, Dicke Bohnen) jetzt so groß, dass sogar ich sie vom Unkraut unterscheiden kann. Zeit, wieder etwas Ordnung ins Beet zu bringen! Auf Händen und Knien ging es mit der Handhacke über das Beet, damit auch ja keine wertvolle Pseudo-Bohne beschädigt wird. Die Quecke kommt nur vereinzelt wieder. Dafür haben wir inzwischen um so mehr Scharbockskraut, das nicht weniger nervtötend ist.

Während ich also so im Dreck herumrobbte, kam unser Gartennachbar vorbei. Wir hatten ihn über den Winter und bis dato nicht gesehen und waren schon besorgt, denn der Jüngste ist er nun wahrlich nicht mehr. Er entschuldigte sich, dass sein Zaun so furchtbar aussähe, er würde ihn reparieren und neu streichen.

Keine 5 Minuten später war er wieder da: Mit einem Strauß wundervoller roter Tulpen. Sein Garten ist voll von Tulpen und so ein bisschen neidisch war ich ja schon. Nun brachte er mir diese Blumen, entschuldigte sich noch, dass sie nicht mehr lange halten würden, weil sie schon aufgegangen waren. Das hat mir wirklich den Tag versüßt!

Nach einer Weile, ich kroch immer noch durch den Dreck, kam er mit einem Pinsel, Holzfarbe und einem Eimer Tulpenzwiebeln bewaffnet wieder. Er hatte beschlossen, den Zaun jetzt gleich zu machen. Von seinem Garten aus kam er nicht heran, darum ließ ich ihn zu uns in den Garten. Weil ich mich so über seine Tulpen gefreut hatte, schenkte er mir noch ein paar Zwiebeln, denn wir haben ja selbst nur ganz wenige Tulpen im Garten. Da war die Freude groß! Wirklich, ich hab das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht bekommen.

Die Schneeglöckchen, die überall auf den Beeten verteilt waren, habe ich ausgegraben. Ich möchte mit den Tulpen zusammen ein Frühblüher-Beet anlegen.

Die anderen Beete wurden ebenfalls von Unkraut befreit, allerdings dann wieder mit gröberen Mitteln. Außer das Scharbockskraut, das grabe ich fleißig und vorsichtig aus.

Ein Umzug stand noch an. Die Pfefferminze hat scheinbar nun doch einen Pilz, eine Rostkrankheit. Jedenfalls sehen die Blätter nicht gut aus. Da auch Überdüngung zu solchen Krankheiten führen kann, habe ich die Pfefferminze ausgegraben und in ein wesentlich mageres Beet gesetzt. Außerdem wurde sie komplett zurück geschnitten, damit sie neu austreiben kann. Mal sehen, wie viele kleine Pfefferminzen noch dort wachsen, wo sie eigentlich nicht mehr stehen sollte ;)

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