How to: Zahnpasta selber machen

Viele von euch wissen sicherlich wie schwer es ist, eine Zahnpasta ohne Fluorid zu finden. Fluorid ist noch lange nicht so giftig wie Fluor, hat scheinbar aber auch einige Leichen im Keller. Wer mehr wissen möchte, gebe „Zahnpasta“ und „Fluorid“ in eine Suchmaschine seiner Wahl ein. Ich bin mir selber nicht so sicher, was genau ich von der Sache halten soll. Entscheidet selber. Aber es ist ja nicht nur Fluorid in der Zahncreme. Allein der Umstand, dass die meisten von ihnen in knalligen Farben und den unmöglichsten Geschmacksrichtungen daher kommen, sollte einem doch ab und zu zu denken geben. Also habe ich mich mal im Netz umgeschaut, was es so für Alternativen gibt. Ich habe auch schon manches selber probiert und war, gelinde gesagt, nicht begeistert. Aber man wird ja älter und Versuch macht klug, ne?

Die Alternativen zur Zahnpasta

Wasser ist eine davon. Ohne irgendwelche Zusätze. Ganz ohne Wasser funktioniert übrigens auch.

Dann kann man diverse Substanzen im Wasser auflösen. Zum Beispiel Meersalz oder Kaisernatron. Auch Hydrogen Peroxid. Das macht die Zähne weiß (und die Haare auch). Kann ich nicht für Menschen mit empfindlichem, schnell blutendem Zahnfleisch empfehlen. Es brennt wie Hölle. Und ob ich das Zeug wirklich in meinem Mund haben muss…Es gibt auch diverse Zahnpuder, die man kaufen oder selber herstellen kann. Sie haben den charmanten Vorteil, dass sie länger haltbar sind als selbst gemachte Zahnpasta. Kokosnussöl soll auch ein prima Zahnreiniger sein, da es antibakteriell ist. Aber das ist natürlich auch wieder so eine moralische Sache. Um die Ecke wachsen Kokosnüsse ja nicht gerade und fallen alle freiwillig vom Baum. Ätherische Öle werden auch vorgeschlagen. Teebaumöl ist antibakteriell, aber ansonsten kann ich mir da keine groß reinigende Wirkung vorstellen.

Die alternative Zahnpasta

Da ich ein ziemlich fauler Mensch bin, bevorzuge ich Dinge, die ich in größeren Mengen herstellen kann. Oder zumindest maximal einmal in der Woche machen muss. Zahnpasta bietet sich da durchaus an.

Mein Grundrezept:

  • 20g Heilerde  oder weiße Lavaerde (Heilerde darf innerlich angewandt werden)
  • 1 Messerspitze Meersalz
  • 1/2 TL gemahlene Nelken oder 1/2 TL Zimt (antibakteriell)
  • 50 ml stark gebrühten Tee (Salbei bleicht die Zähne, aber Pfefferminze schmeckt besser ;) )

Dazu kommt nach Belieben:

  • ätherisches Öl
  • 1 TL Natron (bleicht die Zähne)
  • 2 Calcium-Magnesium-Kombi-Tabletten

Die Zutaten werden dann in einem sterilem Topf zu einer Pasta vermengt. Ich habe sie dann in einen kleinen Glasbehälter aus Apothekerglas (das braune) gefüllt. Mit einem Löffel oder Spatel könnt ihr dann eine etwa erbsengroße Menge Zahnpasta entnehmen und auf die Zahnbürste tun. So bleibt die Zahnpasta sauber und verdirbt nicht so schnell.

Ich muss sagen, der Schleifeffekt ist deutlich zu spüren ;) Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass ich so zufrieden mit dieser Zahnpasta bin. Die Zähne fühlen sich auch richtig sauber an. Man muss sich eben daran gewöhnen, dass es nicht im Mund schäumt wie wild. Also eher gar nicht. Und dieses Frischegefühl habe ich auch am Anfang vermisst. Mit ein wenig Pfefferminzöl war es dann ok. Vermutlich lag es auch am Tee, dass ich die Zahnpasta dieses Mal nicht so scheußlich fand wie bei meinem ersten Experiment mit Heilerde als Zahnpasta-Ersatz. Zumindest hat es dieses Mal nicht nach Sandkuchen geschmeckt.

Wenn ihr den Tee einfach zermörsert, statt ihn zu kochen, habt ihr ein wunderbares Zahnpuder, das sich länger hält als die Zahnpasta. Aber ich muss meine erst mal aufbrauchen, bis ich das Puder probieren kann.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren!

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