Vom Wachsen und Gedeihen

Wieder ist gut eine Woche vergangen, seit wir das letzte Mal in der Lindwurmfeste waren. Eine Woche, sieben Tage. Doch diese kurze Zeitspanne reichte völlig aus, um uns erneut voller Überraschungen zu empfangen. Schon von draußen war es zu sehen: Das frische Grün auf den Beeten.

Unsere Erbsen und Buschbohnen sind wie aus dem Nichts einige Zentimeter gewachsen. Das letzte Mal, als ich sie sah, guckte nicht mal etwas Grünes. Nun sind sie schon so groß. In einer Woche. Ich staune immer wieder. So ein kleines (gut, bei Erbsen ist es etwas größer) Samenkorn enthält alles, was die fertige Pflanze braucht. Nährstoffe, Kraft genug um Keimblätter und das erste richtige Blattpaar zu bilden, alle Informationen, wie die Pflanze aussehen soll, wie diese ganzen komplizierten biochemischen Prozesse ablaufen. Das kann die Pflanze dann einfach so. Und wird nicht aus Versehen doch ein Gänseblümchen.

Ganz, ganz klein ist noch das Grün auf dem Kräuterbeet. Dort lugt ganz zaghaft die junge Petersilie hervor.
Die Kartoffeln sind da rabiater. Da ist nichts mit kleinem, zarten Keimblatt. Nein, man schießt gleich büschelweise aus der Erde. Einige zögern noch, die habe ich dann wohl etwas tiefer eingegraben als ihre Kollegen. Schüchtern steht neben ihnen der Spinat.
Die Erdbeeren blühen inzwischen fast alle. Neue Blätter sorgen für frische Farbe, die zusätzlich vom Zwiebellaub unterstrichen wird. Herrje, wir haben zwei Säcke Steckzwiebeln in der Erde. Da werde ich wohl endlich mal lernen müssen, wie man Zwiebelzöpfe flechtet.
Die Hecke blüht auch. Viele kleine Blüten bilden Kreise, die überall verteilt sind. In der Hecke wächst es auch. So, wie es aussieht, gibt es dort nämlich bald Spatzenkinder.

Die Pflanzkartoffeln, die wir noch über hatten, wohnen jetzt auf dem Kompost. Rhi hofft, dass so die dort wachsenden Wildkräuter unterdrückt werden. Denn leider befinden sich in unserer Komposterde, die wir auch auf die Beete ausgebracht haben, tausende und abertausende von Unkrautsamen, die jetzt alle das fröhliche Keimem starten. Da hilft nur hinterher sein. Oder Gleichgültigkeit. So lange unsere Pflänzchen aber noch so klein sind, bekommen sie die Unterstützung von uns mit dem Grubber.

Dieses Mal machte das Unkrautjäten auch vor dem Weg am Zaun nicht Halt. Es ist so Sitte, dass man das Stück des Weges, das vor dem eigenen Garten verläuft, ebenfalls unkrautfrei hält. Und weil wir ja gerade nicht mehr wirklich was zu tun haben, habe ich vor lauter Langeweile Unkraut gezupft. Von Hand. Damit ich nicht so schnell fertig bin. Doch trotzdem steht noch Grün vor unserem Zaun. Denn die Vergiss-mein-nicht, die haben wir stehen gelassen und ganz demonstrativ gegossen. In meinem Blumenbeet pflanze ich sie extra an und vor dem Zaun soll ich sie wegmachen? Nein, diese hübschen Blümchen dürfen stehen bleiben. Komme da, was wolle.

Zum Schluss durften noch neue Samen in die Lindwurmfeste einziehen. Kapuzinerkresse und Gummibärchenblume  haben ihren Platz in und um die Kräuterbeete gefunden. Die Sojabohnen haben wir in einem Abstand von 4cm zueinander und 40cm zwischen den Reihen so gesetzt, dass ihr Schatten später nicht die anderen Pflanzen stört. Wir sind ja wirklich sehr gespannt, ob das was wird und wie später die Verarbeitung der Sojabohnen gelingen wird.

Im Übrigen ist uns so furchtbar langweilig, dass wir ernsthaft erwägen, einen Großteil der Wegplatten zu entfernen. Denn wir haben jetzt mehrfach von trittfestem Thymian gelesen und der ist doch wahrlich ein schönerer Anblick, als solche alten, grauen Steinplatten. Nur was wir im Mai machen sollen, das wissen wir noch nicht ;)

Eure Majura

Verpasst nie wieder einen Artikel der Lindwurmfeste!

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