Schädlinge an Kohlpflanzen erkennen und bekämpfen: Kohlfliege und Kohlweißling

Der Kleine Kohlweißling

Der Kohlweißling ist ein weißer Schmetterling. Er erreicht eine Flügelspannweite von 40-50 Millimetern. Seine Flügelaußenseiten sind weiß, im oberen Drittel seiner Flügel hat er einen schwarzen Fleck.

Kohlweißling (Schmetterling)

Im April und im Juni werden die Eier einzeln an Blättern abgelegt. Ihr erkennt sie als kleine Pippse auf der Blattoberseite. Nach etwa einem Monat ist die Larvenentwicklung abgeschlossen. Zu den Futterpflanzen zählen dann Kreuzblütler, Kaperngewächse, Kapuzinerkressengewächse, Resedagewächse und Fuchsschwanzgewächse.

Ei des Kleinen Kohlweißlings

Im Jahr sind bis zu vier Generationen an Kohlweißlingen möglich. Der Hauptschaden durch den Fraß der Raupen ist meistens im Juni zu beobachten. Sie fressen nicht nur die Blätter, sondern fressen sich bis in die Kohlköpfe hinein.

Raupe des Kleinen Kohlweißlings

Für gewöhnlich setzt man gegen die Kohlweißlingsraupen einen Parasitoid ein, die Kohlweißlings-Schlupfwespe. Sie sticht die Larven und legt ihre Eier in ihnen ab. Wenn der Kohlweißling kurz vor der Verpuppung steht, treten die Wespenlarven synchron durch die Haut aus (Ieh!).

Die Kohlfliege

Bei den Kohlfliegen unterscheidet man die Große und die Kleine Kohlfliege. Die Große Kohlfliege ist den ganzen Sommer über schädlich für die Pflanzen, die Kleine Kohlfliege tritt im Frühjahr und im Herbst auf.

Sie mögen am liebsten Blumenkohl, machen aber auch vor Radieschen, Rettich und anderen Pflanzen, die dicht über dem Boden wachsen, nicht Halt.

Schädlich sind die Larven der Fliege. Sie legt ihre Eier an den Wurzeln der Jungpflanzen ab. Die weißen Larven, die sich unter der Pflanze befinden, richten dann den Schaden an. Sie können ganze Ernten zerstören, indem sie die Wurzeln anfressen.

Von April bis Oktober schlüpfen mehrere Generationen Kohlfliegen. 4-10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Maden. Sie fressen sich 2-3 Wochen am Kohl satt, bevor sie sich verpuppen. Von Mitte Juli bis August ist vor allem der Blumenkohl gefährdet, Mitte September bis Oktober Rosenkohl und Kohlrüben.

Gegen die Kohlfliege hilft der Anbau von Mischkulturen. Besonders Tomaten sollen einen Duft ausströmen, den die Kohlfliegen nicht mögen. Bei der Pflanzung kann man Asche mit in das Pflanzloch hineingeben. Auch ein Gemüsefliegennetz, das sofort über den Pflanzen  aufgespannt wird, verhindert, dass die Kohlfliege unter die Pflanze gelangt und ihre Eier ablegen kann. Auch Kohlkrägen verhindern die Eiablage.

Ist eine Pflanze erst einmal von den Maden befallen, hilft eigentlich nur noch Vernichtung. Aber Achtung! Werft die Pflanzen nicht auf den Kompost, denn dort können sich die Kohlfliegen ungestört weiter vermehren!

Passt gut auf eure Pflanzen auf,

Eure Majura

Verpasst nie wieder einen Artikel der Lindwurmfeste!

Schädlinge an Kohlpflanzen

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