Die Tomaten müssen raus

Gerade noch habe ich voller Stolz erzählt, dass unsere Tomaten im Draußen aufwachsen. Die Stabtomaten haben zum Teil noch ihre inzwischen viel zu kurzen Plastikschläuche als Schutz, die Buschtomaten haben nichts dergleichen. Doch bis jetzt hatten wir keinerlei Probleme, trotz des vielen Regens.

Aber wie es bei uns heißt: Du sollst nicht unken. Die starken Gewitter der letzten Zeit haben die Buschtomaten zu Boden gedrückt. Da sie aber sonst keine Schäden aufwiesen und wir auch keine Stäbe mehr hatten, um sie anzubinden, beschlossen wir, sie eben liegen zu lassen. Die Tomaten würden schon noch reif werden. Das tun sie im Übrigen auch.

Viele Tage ging es gut. Beim vorletzten Besuch im Garten bemerkte ich einige Blätter mit bräunlichen Flecken. Wie als hätten sie zu wenig Wasser. Ich habe sie vorsichtshalber entfernt.

Heute waren alle Buschtomaten so gezeichnet, wie verdorrt. An einer Pflanze fand sich auch am Stängel eine Stelle. Eine grüne Tomate hatte einen großen braunen, aber nicht matschigen Fleck. An den Stabtomaten waren auch einige Blätter befallen. Wir wissen nicht, was es ist. Aber bevor es noch ein Pilz ist, der uns alle Pflanzen ruiniert, haben wir fast sämtliche Buschtomaten aus dem Beet entfernt. Auch die kranken Blätter haben wir abgeschnitten. Weiß jemand von euch, was das ist? Auch einige gelbe Stabtomaten haben so Punkte auf der Haut. Seltsame Sache. Sieht schon so aus, als hätte es sich von einer Pflanze auf die anderen ausgebreitet.

Nun waren wir so stolz auf unsere ersten Freilandtomaten. Und mussten kiloweise Pflanzen samt Früchten entsorgen. Ein herber Rückschlag. Aber wenn wir ehrlich sind: Bei dem Wetter und null Schutz war fast nichts anderes zu erwarten. Wir sind eben doch Träumer…und die kriegen keine Tomaten.

Eure Majura

Verpasst nie wieder einen Artikel der Lindwurmfeste!

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7 Gedanken zu “Die Tomaten müssen raus

  1. heide schreibt:

    ja, schade…
    aber ich glaub mal garnicht, daß es ein pilz ist. oft reagieren tomaten gestresst bei so einem wetter, ohne schutz. die flecken auf den früchten könnten vom regen sein. manchmal platzen sie dann auch auf, es sind ja schläge, die sie abbekommen. die blätter fallen oftmals ab bei nährstoffmangel. habt ihr mal gedüngt? tomaten haben immer hunger! auf alle fälle könnt ihr versuchen, die grünen tomaten nachzureifen. entweder am strauch lassen und dunkel aufhängen oder einzelne früchte mit reifen zusammen (oder mit äpfeln) ein paar tage ins fensterbrett legen.
    l.g. aus dem harzer urwald

  2. fahrradbiene schreibt:

    Salve!

    Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen! Sicher sollte der Fortgang der Blattveränderung im Auge behalten werden, aber gleich alles vernichten? Zumindest die intakten, wenn auch grünen Tomaten kann man doch getrost zu Haus nachreifen lassen. Das geht recht fix mit einem Apfel in der Nähe.

    Meine „Draußen“-Tomaten haben mich irgendwie mit ihrem recht ausuferndem Wuchs auf dem falschen Fuß erwischt, da ich keine sooo langen Stäbe hatte, wie die Pflanzen hoch sind. Also habe ich sie irgendwie ineinander verwurschtelt damit sie nicht alle auf dem feuchten Boden liegen. Bei dieser Witterung neigen ihre Blätter ebenfalls zu gelb-braunen Stellen. Die breche ich raus und fertig. Bloß nicht verrückt machen lassen.

    Ein bisserl Träumerei gehört wohl zur Hobbygärtnerei dazu, sonst würde man sich die Zeit sicher nicht ans Bein binden. Also macht bitte weiter!!

    Sonnige Grüße schickt euch die Fahrradbiene :-)

  3. Die Lindwurmfeste schreibt:

    Dünger haben unsere Tomaten ganz gut bekommen. Ich wusste nicht, dass selbst grüne Früchte noch nachreifen. Ich dachte, das geht nur mit schon gelben. Dann können wir sicher noch einen Teil retten :)

    • heide schreibt:

      wenn es gaaanz viele grüne tomaten sind, kannst du sie wie gewürzgurken einkochen (unbedingt kochen!)
      also entweder mit gurkenwasser das aufgehoben wurde oder mit 1liter weinessig, 1liter wasser, 1Tl salz,, 100gramm zucker und ca 2eßlöffel (fertiges oder) selbst zusammengesammeltes gurkengewürz (senfkörner, dill, borretsch, thymian, rosmarin und sowas, ETWAS chili oder knoblauch. unten ins glas kleingeschnittene zwiebeln einschichten, die grünen tomaten kleinschneiden oder kleine einpiksen, ins glas füllen, den aufgekochten tomatensud draufgießen, deckel sauber verschließen und die gläser im wasserbad 45min köcheln lassen. tada
      grüne tomaten nie roh essen!

  4. benjaminpollmann schreibt:

    das ist ziemlich sicher braunfäule auch an der braunen stelle am stengel hinter der grossaufnahme der grünen tomate zu erkennen. Ich will nicht unken, aber wenn dann wars das. ich hab in (süd)deutschland tomaten immer nur noch mit dach aus plastik angebaut. anders gehts dort ohne spritzmittel meiner meinung nach nicht.

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