Amaranth und Quinoa: Wie trenne ich die Körner von der Spelze?

Wir haben dieses Jahr Amaranth und Quinoa angebaut. Die Pflanzen wuchsen prächtig und entwickelten große Kornstände. Zwischen all dem Regen sind sie sogar irgendwie reif geworden.

Nachdem wir das komplizierte Unterfangen des Erntens gemeistert hatten, stellte sich die Frage nach dem Säubern. Wie sollten wir die Körner heraus bekommen, ohne Spelze, ohne irgendwelche kleinen Blüten oder anderes Zeugs?

Unsere erste Idee war: Dreschen. Weil es aber permanent nass war, mussten wir drinnen bleiben. Wir haben die „Ähren“ gegen die Innenwand eines sauberen Eimers gehauen. Wir haben sie zwischen den Händen gerieben und versucht, die Körner so herauszureiben. Wir haben sie in eine Tüte gesteckt und kräftig geschüttelt.

Mit mäßigem Ergebnis. Der Amaranth löste sich nur sehr schlecht und es war viel Verunreinigung dabei. Es dauerte ewig. Die Quinoa war da nicht so divenhaft. Die Körner ließen sich durch sanftes Reiben in den Händen gut lösen und so brauchte ich auch viel weniger Zeit im Vergleich zum Amaranth.

Wie nun aber die Körner vom Rest trennen? Amaranthkörner sind winzig klein und furchtbar leicht. Wir haben es mit vorsichtigem Pusten versucht, aber da flog uns nur alles um die Ohren. Bei dieser Größe war es auch schwierig, kleine Blüten herauszusammeln. Selbst die Quinoa war nicht wesentlich besser zu handhaben, obwohl die Körner deutlich größer sind.

Doch dann kam endlich wieder ein Sonnentag. Bewaffnet mit einem kleinen Reiseföhn sind wir samt Wichtel und Körnern in die Lindwurmfeste gezogen. Wichtelchen hat den Föhn gehalten. Rhi hat ganz vorsichtig die Körner in einigem Abstand zum Föhn aus dem Eimer rieseln lassen. Und siehe da: Es hat funktioniert. Nach drei Durchgängen waren die Körner nahezu von allen Verunreinigungen getrennt. Sogar beim Amaranth! Wir hatten befürchtet, dass gerade beim Amaranth viel verloren geht. Aber unser Wichtel und Rhi haben sehr gut zusammen gearbeitet und den idealen Abstand von Körnern zu Föhn und die perfekte Rieselgeschwindigkeit gefunden. Das Pusten vorher war vielleicht schlicht zu punktuell. Es hat jedenfalls wunderbar funktioniert :) Ein Föhn ist zwar noch nicht die optimale Lösung, aber es ist erst Mal eine.

Habt ihr Erfahrungen dazu gesammelt? Vielleicht habt ihr sogar eine perfekte, stromlose Alternative, um die Körner von der Spreu zu trennen? Lasst es uns wissen!

Eure Majura

Verpasst nie wieder einen Artikel der Lindwurmfeste!

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